Dicker fetter Kater – wir werden alt!

Posted on 12. Januar 2018 by Dany

Wochenende!!! Früher war das immer der Startschuss für „auf geht’s, ab geht’s, 3 Tage wach“. Am Montag wieder Schule oder Ausbildung? Kein Problem, Kaffee und ein paar Energiedrinks – läuft. Cocktailmittwoch und am Donnerstag Tanzen gehen bis die Füße rauchen, alles kein Problem. Erste eigene Wohnung, keiner der einem mehr sagt was man wann zu tun und zu lassen hat – yeah. Die geilste Zeit des Lebens. Und das Beste daran, der Körper macht alles mit. Augenringe? Fehlanzeige. Futtern was man will, wann man will und dazu drei Liter Cola am Tag. Doch jenseits der 29 ist Schluss mit Lustig. Alle Beautys und Partyhelden sollten jetzt vielleicht lieber weg klicken, denn was jetzt kommt ist so Wahr wie die Tatsache, dass das Wort Muggel im Duden steht!

Alle die jetzt noch da sind, herzlich Willkommen im Club der alten Schachteln und Säcke.

Warum fühlen wir uns nach 2 Cocktails schon als hätte uns ein ganzer Bierlaster überrollt? Warum hab ich auf einmal am nächsten Tag Kopfschmerzen und mir ist kotzübel? Party? Och nö ich mag lieber auf der Couch chillen und Film gucken. „Ich hab dir Kischlikör mitgebracht, hast du doch früher immer wie Saft getrunken“! „Och nö lass mal lieber einen Tee trinken“. Halb acht abends: „ich bin so müde, ist doch bestimmt schon 22:00 Uhr durch“? Als Kind habe ich Mittagsschlaf gehasst, jetzt wünschte ich, ich könnte nach der Mittagspause ne halbe Stunde pennen. Im Kopf fühle ich mich immer noch wie 25, aber mein Körper sagt was anderes. Wir können es nicht aufhalten, wir können uns nur anpassen und das Beste draus machen. Doch was passiert denn eigentlich mit uns?


Wir werden fetter

Ja, ihr habt richtig gehört. Ab 30 setzten wir anstatt Muskeln eher Fett an. Und ja, früher haben ein paar Situps gereicht um ein paar Bauchmuskeln zu bekommen. Heute ist das schon harte Arbeit. Durch mehr Fett verändert sich auch das Fett-Wasser-Verhältnis im Körper. Das heißt der Wassergehalt wird prozentual geringer. Alkohol löst sich in Wasser, aber nicht in Fett. Na macht´s schon Klick? Wenn wir nun Alkohol trinken bekommen wir einen höheren Blutalkoholspiegel, dass bedeutet wiederum wir sind schneller betrunken. Fetter Kater garantiert.

Wem es auch so geht, versuch mal abends nach dem du Alkohol getrunken hast mindestens einen halben Liter Wasser zu trinken, bevor du schlafen gehst. In der Regel hilft das.


Die Leber arbeitet nicht mehr so gut

Während wir Party machen und trinken, leistet unsere Leber Schwerstarbeit. Leider macht sie das, je älter wir werden, immer weniger effektiv. Das heißt, giftige Abbauprodukte wie das Acetaldehyd, das für unseren Kater sorgt, bleiben länger in unseren Körper. Ende vom Lied – am nächsten Tag schwören wir nie nie wieder so viel zu trinken. Dabei muss es nicht mal viel gewesen sein. Spart zumindest Geld – welches wir dann in Schmerztabletten investieren können.


Träum weiter

Ich hab das Gefühl, immer weniger zu träumen und wahrscheinlich ist das sogar so. Der REM-Schlaf ist der Schlaf, in dem wir träumen. Je älter wir allerdings werden, desto weniger Melatonin (Schlafhormon) produziert der Körper. Alkohol verringert das Ganze noch mehr und das schon nach ein, zwei Gläsern. Deswegen fühlen wir uns am nächsten Tage wie gerädert. Wann und warum wollte ich eigentlich unbedingt 21 werden?


Aus der Übung

Joa, könnte man so sagen. An dem Spruch: „Früher hast du mehr vertragen“ ist was dran. Früher haben wir viel mehr und viel öfter getrunken. Das heißt wir haben immer mehr Alkohol gebraucht um betrunken zu werden. Das soll jetzt nicht heißen, dass ihr losrennen und das Schnapsregal leeren sollt – denn wie wir ja nun gelernt haben, habt ihr dann am nächsten Morgen mit großer Gewissheit einen dicken fetten Kater zu besuch. Und da nützt auch streicheln nix!


Ich selbst war noch nie der große Trinker. Das liegt daran, dass ich den Zustand überhaupt nicht mag. Das Gefühl die Kontrolle über den Körper zu verlieren finde ich nicht so prickelnd. Und Frustsaufen war auch noch nie meins. Natürlich gibt es auch von meinen seltenen rotzdudenzu Abenden lustige Geschichten, aber eben nur die, die wir noch wissen. Viel witziger ist es zu zuschauen wie bescheuert manche sich verhalten wenn sie voll sind. Aber es setzt eben auch die Hemmschwelle herab und das nervt dann schnell mal wenn ein Gartenzwerg plötzlich der Meinung ist Hulk zu sein und sich rumwurzeln muss. Da sind mir die „ich kuschle im Busch mit meinem Fahrrad und schlafe meinen Rausch aus“ wesentlich lieber. Tanzen geht theoretisch auch besser wenn man was getrunken hat und entspannter ist, was aber auch zum Nachteil werden kann, wenn die Beine wie Wackelpudding nicht mehr in der Lage sind grade zu stehen. Und mal ehrlich, wer ist schon scharf darauf den vollgekotzten Boden zu knutschen. Bleibt nur noch eins zu sagen: …aber scheiß drauf, Malle ist  nur einmal im Jahr…  

2 Comments

  • Gertie 16. Januar 2018 at 8:51

    Super tolle Beitrag und lustig geschrieben 👍👍👍. Nur woher kennst du mich? Genau so geht es mir 🙈😂😂😂

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    • Dany 16. Januar 2018 at 21:17

      Liebe Gertie, danke für deinen Kommentar und dein Feedback. Freut mich sehr, das dir der Beitrag gefallen hat. Anscheinend geht es vielen so, du bist also nicht allein 😉

      Reply

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