Und ganz plötzlich möchte ich am liebsten weg

Posted on 25. Mai 2017 by Dany

Und ganz plötzlich möchte ich am liebsten weg. Ich möchte rennen. Ohne Ziel einfach los. Alles zu viel. Mein Kopf platzt. Zu viele Gedanken. Alles was gerade noch positiv war ist nun umgeschwenkt. Stress. Zu viel. Am besten alles auf einmal. Aber wie. Plötzlich habe ich das Gefühl ich schaffe es nicht. Zu wenig Zeit. Die Zeit rennt, sie hat kein Erbarmen. Es gibt keine Pause Taste, kein Stopp. Es tut weh. Alte Wunden reißen wieder auf. Ich brauche Zeit. Zeit für mich. Aber es geht nicht, nicht jetzt. Er schläft. Holt sich neue Energie. Ich brauche das auch. Mein Körper sehnt sich danach. Einfach belanglose Dinge tun oder schlafen. Einfach mal Ruhe. Aber wir haben ein Ziel, ich habe ein Ziel. Mal kommt es näher und meine Freude ist grenzenlos. Und dann rückt es wieder in unendliche Ferne.

Ich mag kein Ausdauerlauf. Aber wenn es mich zum Ziel bringen würde, dann würde ich Laufen. Laufen bis mich meine Beine nicht mehr tragen wollen. Bis es so weh tut das ich nicht mehr weiter kann. Aber wieder muss ich geduldig sein und warten. Ich bin so müde. Möchte schlafen, nicht mehr denken. Den Dingen ihren Lauf lassen. Doch es macht mich glücklich. Immer wieder durchströmt mich ein warmes Gefühl. Glückshormone. Deshalb kann es nicht falsch sein. Und doch tut es weh. Ich muss funktionieren, immer. Dabei bin ich doch auch nur ein Mensch. Nur.

Und ich suche nach neuer Motivation. Nach Kraft. Ich brauche eine Tankstelle. Ich bin leer. Für einen kurzen Moment bin ich leer und schwach. Ich fühl mich klein wie ein Schmetterling der in seinen Kokon gefangen ist. Ich schaffe es noch nicht raus. Ich stecke fest. Ich schreie so laut ich kann bis meine Stimme verstummt. Keiner hört es. Ich hab geschrien, nach innen. In das Kopfkissen. Keiner darf es mitbekommen, denn ich bin stark. Niemand könnte damit umgehen. Ich verstecke es. Tarne es immer wieder sehr gut. Tag für Tag. Aber manchmal kommt es an die Oberfläche. Und dann will es raus. Ich kann nicht. Ich will nicht. War ich doch die ganze Zeit glücklich. Oder war das nur Schein. Die Ruhe vor dem Sturm. Ich möchte da sein, zuhören. Aber das Fass ist voll. Ich habe zu viel gesammelt. Mein Kopf kommt nicht nach all diese Gedanken einzuordnen. Zu viele Schubladen. Chaos. Aber dennoch ein Licht am Ende des Tunnels. Ich kann es sehen. Und ich laufe. Ich renne soweit mich meine Beine tragen. Zum Licht. Und plötzlich geht es mir wieder gut. Jemand hat den Stöpsel gezogen. Und die Gedanken plätschern davon wie Wasser. Sie sickern in die Erde und sind bald verschwunden. Endlich wieder frei. Platz für neues. Alles ist wieder gut.

 

 

2 Comments

  • Carolin 27. Mai 2017 at 18:32

    Der Text ist so toll geschrieben und die Fotos passen ganz wunderbar dazu <3

    Liebe Grüße, Caro :*

    http://nilooorac.com/

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    • Dany a la Carte 28. Mai 2017 at 16:59

      Das ist aber lieb, vielen Dank für deinen Kommentar Caro. <3

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