Der zweite Tag – unser zweites Ziel

Wenn das Bad sonst um die Ecke ist, ist es schon merkwürdig wenn man dann erstmal 100 Meter laufen muss. Aber alles war sauber und die Fahrstuhlmusik sollte ich mir für zu Hause besorgen, die hatte etwas beruhigendes. Danach habe ich erstmal von meinem tollen Schreckerlebnis in der Nacht erzählt. Zähne geputzt und etwas kultiviert haben wir uns dann am Auto. Matratze wieder umgeklappt, Gepäck wieder nach hinten und schon konnte es weitergehen.

Da wir noch Zeit hatten bis das Auto & Technik Museum in Sinsheim seine Tore für uns öffnen würde haben wir uns erstmal mit Frühstück und Essen für den Tag versorgt. Die Innenstadt von Sinsheim ist sehr süß gestaltet, wir liefen über eine kleine Brücke in eine kleine Gasse. Dort gab es viele wirklich winzige Geschäfte. Auf dem Parkplatz vorm Museum haben wir dann erstmal gefrühstückt. In der Zwischenzeit haben schon einige Busse mit Schulklassen den Weg dahin gefunden.

Ja Ihr denkt sicher das gleiche wie ich, freiwillig in ein Museum? Aber schließlich konnten wir ja nicht nur das machen was ich wollte. Und außerdem kann ein bisschen Kultur nicht schaden.

Erste Halle

Aufgeteilt ist das Museum in 2 großen Hallen und einen Außenbereich. Die erste Halle war wirklich beeindruckend. Im ersten Teil war alles im Stil der 50er und 60er. Aber nicht nur unglaublich tolle Oldtimer wurden dort ausgestellt, sondern auch die Kleidung und andere Gegenstände. Als würde man im Film Pleasantville sein und hätte eine Zeitreise gemacht. In der Mitte der Halle stand eine riesige Lok, ich war mit meinen 1,66 m kleiner als ein Rad davon. Wenn man Geld in einen Kasten warf führ die Lok sogar los, natürlich auf der Stelle, aber die Räder drehten sich und es klang als würde sie wirklich fahren. Im hinteren Bereich gab es alle Mögliche aus Kriegszeiten zu sehen, Flugzeuge hingen in der Luft und ein Panzer war so ausgestellt, das man das Innere sehen konnte. Überall waren kleine Schilder auf denen wirklich interessante Dinge standen, unter anderen auch wie die Geräte zum Einsatz kamen. Was ebenfals interessant war, dass die meisten Gegenstände die dort standen nur Leihgaben waren.

Auf dem Dach konnten wir uns dann über eine Treppe das Löschflugzeug Canadair CL-215 von innen anschauen. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dass das ganze Flugzeug wackelte. Ein sehr komisches Gefühl. Eigentlich kann nichts passieren, aber so in luftiger Höhe über dem Dach ist das dann doch sehr merkwürdig. Und vielleicht hat es auch tatsächlich ein wenig gewackelt. Ich dachte immer ich habe keine Höhenangst aber das war mir nicht ganz geheuer.

Zweite Halle

Aber auch die zweite Halle war sehr bemerkenswert. Neben jeder Menge Motorrädern befand sich dort auch eine riesige Orgel. Wie auch in dem restlichen Museum befand sich auch hier wieder ein kleiner Kasten vor der Orgel. Wir warfen Geld rein und die Orgel fing an zu spielen. Die ganze Halle wurde beschallt, es war einfach unglaublich. Alles bewegte sich, kleine Figuren usw.

Auf dem Dach der zweiten Halle befanden sich eine begehbare Concorde F-BVFB und die Tupolev TU-144. In die Tupolev bin ich noch mit rein gegangen, aber in die Concorde musste mein Mann allein gehen. Weil alle Fenster abgedeckt waren und man keinen Blick nach draußen werfen konnte überkam mich dort noch mehr das Gefühl alles würde sich bewegen. Der Blick aus dem Cockpit machte es nicht gerade besser. Ich dachte mir trotz des Personenzählers am Eingang, dass zu viele Menschen drin waren und diese wollten alle gleichzeitig ins Cockpit.

Weitere spontane Tagesplanung

Nach dem wir wahnsinnig viele Eindrücke gesammelt hatten fiel Mario ein, dass es noch ein Museum in Speyer gab, welches zu Sinsheim dazu gehört. Kurzer Hand entschlossen wir uns, da es nicht sehr weit war, hin zu fahren.

Da Frankfurt ganz in der Nähe von Speyer ist, entschlossen wir uns kurzer Hand unsere Freunde die dort wohnen zu fragen, ob wir eine Nacht bleiben dürfen. Wir freuten uns sehr, dass sie Zeit hatten und wir mit ihnen den Abend verbringen würden. Spontan ist eben oft besser als alles durch zu planen.

Speyer

Das Museum in Speyer war etwas kleiner, aber dafür standen draußen wieder einige begehbare Flugzeuge, wie eine Boeing747 und weitere kleinere. Aber auch ein U-Boot konnte man sich von innen anschauen. Die Halle zum Thema Raumfahrt war sehr interessant, allerdings konnte ich das vom Spaceshuttle leider nicht behaupten. Ein riesen Teil in dem so gut wie nichts drin ist. Gut ich habe mich dann auch gefragt was ich erwartet hatte aber war trotzdem nur von außen sehr imposant.

Ein Besuch der beiden Museen lohnt sich auf jeden Fall, es gibt wahnsinnig viel zu sehen und die begehbaren Flugzeuge und anderen Dinge setzten dem ganzen noch die Krone auf. Besonders witzig war auch, dass man von der BOING 747 in Speyer mit einer Rutsche wieder runter auf die Erde rutschen konnte. Ich musste sehr über die Menschlein lachen, die ohne Unterlage in Jeans da runter gerutscht sind. Denen muss danach der Arsch gebrannt haben J

Fahrt nach Frankfurt

Die Fahrt nach Frankfurt war sehr lustig. Dank Google Maps, welches uns wirklich in dem ganzen Urlaub sehr gute Dienste erwiesen hat, haben wir auch zu unseren Freunden gefunden. Autobahnen mit teilweise 6 Spuren und einer Ausfahrt die dann in 3 weiteren mündet ist schon nichts ganz ohne. Einmal denke ich war auch das Navi überfordert. Aber angekommen sind wir trotzdem irgendwann.

Genau in dem Moment als wir parkten war der Himmel der Meinung alles raus zu lassen und damit meine ich wirklich ALLES. Es hat geschüttet wie aus Eimern und dazu kam dann noch Donner und Blitze. Wir haben uns kurzer Hand dazu entschlossen erstmal alles im Auto zu lassen und unsere Freunde zu begrüßen.

Bis tief in die Nacht haben wir gequatscht und unsere Erlebnisse erzählt. Am schönsten war zu duschen und das Bad auch mal für sich zu haben. Trotz Aufregung haben wir sehr gut geschlafen und sind natürlich viel später als geplant zu unserem nächsten Ziel aufgebrochen. Ja, es hat schon Vorteile wenn ein Koch im Haus ist. Wir haben uns die ganze Zeit ein wenig wie in einem Hotel gefühlt. Wir werden die beiden auf jeden Fall noch öfter besuchen, besonders da wir keine Zeit hatten uns Frankfurt näher anzuschauen. Immerhin soll Frankfurt das kleine New York sein.

 

to be Continued…

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