Als wir auf den Parkplatz zum Phantasialand fuhren war dieser schon sehr voll. Wir sind eben zu spät los gefahren, zu spät aufgestanden. Aber es war so schön bei unseren Freunden, ein leckeres Frühstück und das Gefühl noch gar nicht weg zu wollen haben es nicht leichter gemacht. Aber nun überwog die Vorfreude.

Schon bei der Fahrt zum Parkplatz konnten wir die toll gestalteten Hotels, Dächer und Fassaden sehen. Trotz langer Schlangen an den Kassen waren wir schnell an der Reihe. Und dann konnte es auch schon losgehen.

Im Internet habe ich gelesen, dass es am besten ist am hinteren Teil des Parks anzufangen. Aber bei den ganzen Eindrücken der einzelnen Welten haben wir auch schon auf den Weg einige kleinere Fahrgeschäfte mitgenommen. In China dachten wir, wir würden mit einer Geisterbahn fahren. Aber die Geisterrikcha war eher eine Vergnügungsfahrt, dennoch sehr schön gestaltet.

In der Themenwelt Berlin fühlte ich mich eher ein wenig wie in Paris, zumindest so wie ich es mir vorstellen würde. Überall waren Schausteller die Ihre Rolle perfekt spielten. Es war tatsächlich so als wäre man in einer anderen Welt. Mir gefiel diese Welt. Ich hatte das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Als würden alle den ganzen Tag Schokolade essen, denn Schoki macht ja bekanntlich glücklich. Im Internet hatte ich auch gelesen, dass man unbedingt Maus au Chocolat fahren soll. Zuvor fanden wir uns aber erstmal in einem Hotel wieder, das verrückte Hotel um genau zu sein. Ein herrlicher Spaß, kurze Anstehzeit und auch dort beherrschten alle in Ihrer Rolle perfekt. Das witzige war, das ich mich nicht vor dem erschreckt habe was wohl eigentlich dafür gedacht war, sondern über den Staubwedel als der Portier plötzlich vor mir stand und mein Gesicht damit entstaubte. Die Rutsche ganz am Ende hatte es in sich. Durch meine Stoffhose bekam so viel Schwung drauf, dass ich erst kurz vor einer Wand anhielt. Genau nach meinen Geschmack. Die Bediensteten des Hotels waren allerdings sehr überrascht.

Beim Weiterlaufen durch die Themenwelten entdeckten wir eine riesige Tafel. Dort konnte man die Wartezeiten der Fahrgeschäfte ablesen. So weiß man immer wo es sich gerade lohnt hinzugehen.

Maus au Chocolat kann ich tatsächlich weiterempfehlen. Wir standen sehr lang an, aber es war ein Wahnsinns Spaß. Der Witz war, dass ich erst nach 5 Minuten mitbekommen hatte wie das ganze funktionierte. Aber dann gab es kein Halten mehr. Von dem aufgestellten Rekord waren wir allerdings weeeit entfernt.

Richtig genial war die Welt in der sich Winjas Fear & Force befanden. Dort standen wir dann auch am längsten an. Aber die Fahrt war einfach super. Direkt durch die Fantasy Welt über Köpfe anderer Gäste hinweg. Dieses eine Foto haben wir auch mitgenommen, denn selbst die Verkäuferin war sehr erstaunt über meinen Blick. Ja, beim Blick nach unten dachte ich auch kurz, das war’s. Dementsprechend sah auch mein Gesicht auf dem Bild aus. Ein bisschen wie sterben.

Auch die Dunkelachterbahn ist eine richtig tolle Idee. Zwar etwas merkwürdig, da man nix sieht könnte man auch die Augen zu machen. Aber glaubt mir, das ist keine gute Idee 😀

Am Ende haben wir alles Mögliche an Fahrgeschäften und Veranstaltungen mitgenommen was ging und was uns Spaß machte. Die ganz großen Fahrgeschäfte waren dann aber doch mit einer Anstehzeit von 60 Minuten zu lang, weshalb wir darauf verzichteten. Aber wir hatten auch so unseren Spaß.

Als wir uns eine relativ ruhige Stelle zum Futtern und verweilen in China gesucht hatten, wunderten wir uns über die vielen Menschen die zu einer Attraktion gingen. Viele Menschen, noch mehr Menschen und es hörte nicht auf. Aber die Schlange wurde nicht länger. Die waren einfach alle weg. Irgendwann schauten wir auf das Schild welches die Fahrzeit angab. 5 Minuten stand auf der Anzeige. Das konnte doch nicht sein. Wir folgten einen Schwung Menschen und standen tatsächlich nur wenige Minuten. Als wir vor den Gleisen der kleinen Colorado Achterbahn standen wussten wir warum es so schnell ging. Es waren eine Menge Wagons und die Fahrt war relativ kurz. Das Problem in einem Fahrgeschäft wenn man mit einem großen Mann fährt ist, dass der Sicherheitsbügel nicht bis zu meinen Oberschenkel kam. Somit klammerte ich mich bei der ersten heftigen Kurve an meinen Mann weil ich dachte ich falle raus. Diese kleine Achterbahn hat es voll drauf. Wir sind an dem Tag noch einige Male damit gefahren, denn in jedem Wagon fühlt es sich ein wenig anders an.

Die Wildwasserbahn war auch sehr schön, allerdings war dort die Wartezeit einfach so unendlich lang, dass es auch die Fahrt nicht wieder gut machen konnte.

Aber, ich habe mich verliebt. In die ganzen Themenwelten. Jede kleine Welt war für sich perfekt. Wäre es nicht so weit, ich würde dort arbeiten, dort wohnen. Als wir zwischendrin auf einer Bank  in Berlin am Karussell saßen habe ich mich tatsächlich gefragt ob man in den Häusern wohnen kann. Ich denke mal Büros, Wäscherei usw. werden sich dort befinden, aber die Häuser sind ein Traum.

Ach so, solltet Ihr einmal dort sein, nehmt euch die Zeit und geht unbedingt ins 4D Kino. Das war ein Spaß sag ich euch.

Ganz zum Schluss haben wir uns nochmal die Zeit genommen durch alle Welten zu schlendern. Es sind einfach so wahnsinnig viele Eindrücke. Beeindruckend. Die Fahrt nach Brühl hat sich definitiv gelohnt. Und wir werden wieder kommen.

Tja, nach einem laaangen Tag der viel zu schnell vorbei ging hieß es dann auch Abschied nehmen.

In Brühl suchten wir den nächsten Rewe um uns mit Abendbrot und Essen für den nächsten Tag einzudecken. Dann fuhren wir weiter, immerhin hatten wir eine weite Fahrt vor uns und wollten schon mal so viele Kilometer wie möglich schaffen.

Allzu weit sind wir allerdings nicht gekommen. Wir waren so müde, das es uns die Augen zu zog. Also suchten wir schnell einen nahegelegenen Rastplatz. Auf der Fahrt zur Raststelle bekamen wir auch noch ein schönes Foto. Auf dem Parkplatz angekommen machten wir unser Bett fertig. Diesmal klemmte ich ein Handtuch vor mein Fenster. Ein Stück weiter hatten ein paar Leute ein Zelt vor Ihrem Auto aufgestellt um dort zu schlafen und auch gegenüber von uns schliefen ein paar Menschlein in Ihrem Wohnwagen. Dank des bedeckten Fensters konnte ich wunderbar schlafen.

 

Gute Nacht