why is everything so heavy

Posted: 23. Juli 2017 by Dany

Ich weiß, dass Zeit wertvoll ist. Sieh, wie sie verfliegt, während das Pendel schwingt.
Sieh, wie sie zerrinnt bis zum Ende des Tages. Die Uhr tickt das Leben fort. Sieh, wie die Zeit aus dem Fenster fliegt. Ich hatte mich so bemüht und bin so weit gekommen, doch letztendlich spielt es keine Rolle. Ich musste hinfallen und alles verlieren, doch letztendlich spielt es keine Rolle. Ich habe alles für mich behalten und obwohl ich es versucht habe hinzubekommen, ist alles zerfallen. Was es mir bedeutet hat, wird vielleicht irgendwann eine Erinnerung an diese Zeit werden. Es spielt keine Rolle wie sehr du sich bemühst, denn am Ende kommt es darauf nicht an.

Ich bin es leid so zu sein, wie du mich haben willst. Fühl mich so verloren und weiß nicht, was du von mir erwartest. Ich fühle mich gezwungen, in deine Fußstapfen zu treten. Doch jeder Schritt, den ich mache, ist nur ein weiterer Fehler für dich. Ich bin taub, kann dich nicht mehr hören. Müde. Ich merke, wie ich immer mehr zu dem werde, der ich nicht sein will. Ich möchte mehr wie ich sein und weniger wie du. Kannst du nicht sehen, dass du mich erdrückst? Zu fest hältst, aus Angst die Kontrolle zu verlieren? Denn das ganze Bild, das du dir von mir gemacht hast, fiel direkt vor dir zusammen. Jede Sekunde, die ich verschwende, ist mehr, als ich ertragen kann. Und ich weiß
auch ich könnte am Ende versagen. Aber ich weiß, Du warst einmal genau wie ich und jemand war enttäuscht von dir.

Zerreißt mich mit Worten, die du nicht aussprechen willst und plötzlich sind Momente von Gestern weggespült. Denn ich habe keinen Grund und du hast nicht die Zeit. Dennoch warten wir beide weiterhin auf etwas, das wir nicht finden werden. Das Licht am Horizont war gestern heller. Schatten, die Narben fangen an zu verblassen. Wir sagten es sei für immer. Alles nur Fassade. Wir stehen am Ende der letzten Maskerade. Alles, was ich jemals wollte, war die Geheimnisse zu erfahren, die du bewahrst. Alles was du jemals wolltest, die Wahrheit, welche ich nicht aussprechen konnte.
Denn ich kann keine Vergebung erkennen, und du erkennst das Verbrechen nicht.

Ich habe geträumt, ich wäre verschwunden und du hattest Angst. Aber niemand würde dir zuhören, weil es keinen Interessiert. Nach meinem Traum, erwachte ich mit dieser Angst.
Was würde ich hinterlassen, wenn ich hier fertig bin? Also wenn du mich fragst, möchte ich dich eins wissen lassen. Wenn die Zeit gekommen ist, vergiss all meine Fehler. Hilf mir Gründe zu finden um mich zu vermissen. Sei nicht böse, wenn du dich einsam fühlst. Erinnere dich an mich und vergiss den Rest. Hab keine Angst. Äußerlich bin ich stark, aber das schaffe ich nicht immer. Ich bin niemals perfekt gewesen, aber du auch nicht. Vergiss all den Schmerz, den du gelernt hast zu verstecken. Tu einfach so, als könnte irgendjemand anderes kommen und dich retten.

In meiner Haut kribbeln diese Wunden, die nie heilen werden. Angst bringt mich zu Fall und ich verwechsle was echt ist. Da ist etwas in mir, etwas das unter der Oberfläche an mir zerrt. Mich verwirrt. Dieser Mangel an Selbstbeherrschung, fürchte ich, wird niemals aufhören. Kontrollierend.
Ich kann das scheinbar nicht. Ich muss wieder zu mir selbst finden. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Kein Selbstvertrauen. Unsicherheit. Unbehagen hat endlos Besitz von mir ergriffen. Es lenkt mich ab. Gegen meinen Willen. Ich stehe neben mir. Es quält mich.

Als das begann, hatte ich nichts zu sagen und ich ging verloren im Nichts in mir. Ich war verwirrt.
Und ich ließ alles raus, um herauszufinden, dass ich nicht die einzige Person mit diesen Gedanken bin. Wenn all die Leere die Wörter enthüllen, ist es die einzige reale Sache, die ich noch fühle.
Nichts zu verlieren. Ich hänge fest, leer und alleine. Die Schuld ist mein. Ich möchte heilen, ich möchte fühlen. Was ich dachte, war nie wahr. Ich möchte den Schmerz loswerden, den ich schon so lange fühle. Radiere all den Schmerz, bis er weg ist. Ich möchte heilen, ich möchte fühlen. Ich möchte etwas finden, was ich die ganze Zeit schon wollte. Irgendwo gehöre ich hin. Ich werde mich niemals selbst kennen, bis ich es auf eigene Faust mache. Und ich werde nichts Anderes mehr fühlen, bis meine Wunden verheilt sind. Ich werde nichts sein, bis ich mich von mir selbst losreiße. Ich werde mich losreißen, ich werde mich heute finden.
Ich möchte heilen, ich möchte fühlen als wenn ich irgendwo hingehöre.

Erinnerungen verzehren, wie das Öffnen der Wunde. Ich nehme mich wieder auseinander. Ihr nehmt alle an, dass ich hier in meinem Raum sicher bin, solange ich nicht wieder versuche damit anzufangen. Ich will nicht derjenige sein, der den Ärger magisch anzieht. Denn tief im Inneren begreife ich, dass ich der bin, der durcheinander ist. Ich weiß nicht, wofür es sich zu kämpfen lohnt oder warum ich schreien muss. Ich weiß nicht, warum ich Dinge anzettele Und sage, was ich nicht meine. Ich weiß nicht, warum ich so geworden bin. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, also breche ich mit der Gewohnheit. Ich breche die Gewohnheit, noch heut‘ Nacht. Klammere mich an meine Heilung. Ich verschließe fest die Tür und versuche, meine Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen.
Ich habe viel mehr verletzt, als jemals zuvor. Ich hatte mal wieder keine andere Wahl. Ich werde es an die Wände malen, weil ich der Schuldige bin. Ich werde niemals wieder kämpfen. Und so endet es.

Ich verriegele beide Schlösser unter dem Fenster, ich schließe beide Fensterläden und wende mich ab. Manchmal sind Lösungen nicht so einfach, manchmal ist Abschied die einzige Möglichkeit. Die Sonne wird für dich untergehen und der Schatten des Tages wird die Welt in grau umarmen. Mit Karten und Blumen an deinem Fenster flehen deine Freunde, dass du hier bleibst. Doch manchmal sind Anfänge nicht so einfach, manchmal ist Abschied die einzige Möglichkeit.


Foto by pixabay – RandallDSLR

Du hast mit deinen Texten meine Jugend begleitet. Ich wollte immer, dass andere die Texte hören und verstehen. Um mich zu verstehen. Dabei hab ich mich nie gefragt warum du mir aus der Seele sprichst. Jetzt weiß ich warum. Es tut weh. Wenn die Seele leidet und der Körper spricht. Manchmal erschien es so unglaublich ausweglos. Nicht weinen, nicht lachen, nicht fühlen. Gefangen in einem Körper, der sich nicht wie meiner anfühlte. Verschlossen. Schmerzen, unendliche Schmerzen. Ich habe es gefühlt, aber keiner konnte es sehen. Schnitte und Blut. Könnt ihr es jetzt sehen? Seht ihr jetzt wie weh es tut? So weh, das ich die körperlichen Schmerzen nicht mehr fühle. Es wird nie ganz verschwinden. Jetzt ist es ein Teil von mir. Aber ich weiß nun wie ich meinem Körper helfen kann. Wie ich meine Seele heilen kann. Es braucht viel Zeit, zu verstehen. Aber es ist möglich. Und auch du kannst wieder glücklich sein! Du bist nicht allein!

R.I.P.

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