Das war 2020

Posted on 30. Dezember 2020 by Dany

2020, was für ein Jahr. Noch nie war mir nach einer Achterbahnfahrt so schlecht wie nach dieser. Aber rumkotzen bringt nichts, sondern das tun und das beitragen, was man kann und sollte. Auch wenn sich alle darüber nach wie vor nicht ganz sicher sind. Aber es gab ja auch trotz allem schöne Momente und die möchte ich nun mit euch Revue passieren lassen.

Danke

Zu allererst möchte ich Danke sagen. Danke, das noch immer so viele täglich meine Seite besuchen, lesen und kommentieren. Nach wie vor ist jeder einzelne Leser ein Geschenk für mich. Wenn ich dann Nachrichten oder Kommentare erhalte, dass dir ein Beitrag besonders gefallen und zum nachdenken angeregt hat, dann findet in mir eine riesen Party statt. Denn genau das ist es, was ich möchte. Zum Denken anregen, zum mitfühlen. Ich möchte Dinge in Worte fassen und hier festhalten, die auch dich bewegen. Ich möchte nach wie vor Mehrwert bieten in dem ich Erfahrungen und Erlebnisse mit dir teile.

Rückblick

Januar | Anfang des Jahres neigte sich meine Elternzeit dem Ende zu. Einerseits war ich froh wieder arbeiten gehen zu können und mein Gehirn mal wieder zu fordern, mal abgesehen von den sozialen Kontakten. Auf der anderen Seite wusste ich absolut nicht, wie wir Arbeit und Kind unter einen Hut bringen sollten. Der Arbeitsweg war einfach zu weit, zumindest am Nachmittag, wenn ich durch den Feierabendverkehr fast eine Stunde nach Hause gebraucht hätte. Mein Wunsch im Homeoffice zu arbeiten blieb weiterhin nicht realisierbar und so musste ich eine andere Lösung finden. Währenddessen hatte unser Wurm die erste Spielstunde in der Kita. Ich weiß noch ganz genau wie merkwürdig das war. Das erste Mal so viele Kinder auf einem Haufen, so viel Neues zu entdecken. Zur ersten Stunde waren wir beide dabei und fanden es schön anzusehen, wie die Kleine direkt in die Offensive gegangen ist. Dennoch hat sie sich immer wieder ein Backup bei uns geholt, um dann wieder los zu krabbeln und den Raum zu erkunden. Dann stand der erste Geburtstag der kleinen Maus an, der wie wir feststellten eher für die Eltern, als für das Kind ist. Denn sie ist mit einem Jahr einfach noch zu jung und war dann auch etwas überfordert mit den vielen Eindrücken. Schön war es trotzdem, weil es für mich wie ein Meilenstein war. Da ich mich entschied den Arbeitgeber zu wechseln, setzte ich schon einige Dinge für den neuen Job in die Tat um. Weitere Spielstunden in der Kita folgten, die dann in die Eingewöhnung übergehen sollten.

Februar | Ich hab Schluss gemacht. Da sich glücklicherweise ein neuer Job ergeben hatte, habe ich gekündigt. Das war ein sehr einschneidendes Erlebnis und ich frage mich bis heute, ob meine Entscheidung richtig war. In dem Moment war es aber das Beste, was ich hätte machen können. Was danach kam, wusste keiner Vorher, leider. Und weil wir gerade beim Ausmisten waren, haben wir auch gleich unsere alte Couch entsorgt und durch eine wahrhaftige Spielwiese ersetzt. Das war zumindest eine Entscheidung die wir nie bereut haben. Unterdessen hatte der Wurm eine Möglichkeit gefunden Dinge mit beiden Händen während des Krabbelns mitzuschleppen. Einen Tag haben wir im Erzgebirge verbracht, Freunde und Verwandte besucht und wieder einmal mit bedauern gespürt, das ein Tag viel zu wenig Stunden hat. Die Eingewöhnung der Kleinen war Anfang Februar schon im vollen Gange. Letztlich erwies es sich als besser für die Kleine, wenn der Papa diese mit ihr macht und so haben wir dann getauscht. Allerdings hatte ich Angst vor den ersten Tag, an dem ich sie abgeben und gehen muss.

März | Die ersten Meetings im neuen Job standen an und ich merkte immer wieder, das mein Kopf noch nicht wieder ganz da war. Als wäre mein Gehirn während der Elternzeit in den Winterschlaf gegangen. Ein sehr nerviger Zustand, der so auch noch eine ganze Weile bestehen sollte. Konzert – Rose Tattoo live und den Klängen von handgemachter Metallmusik lauschen. Und dann folgte, was keiner vorher kommen sah, zumindest nicht so und in dem Ausmaß – Corona. Die Eingewöhnung der Kleinen war gerade angeschlossen und wir waren dabei die Tagesabläufe zu strukturieren. Es folgte die Kitaschließung (zumindest für uns). ab da versuchte ich an den Abendenden meinen Job zu erledigen. Das man tagsüber mit einem ein Jahr alten Wurm keine Chance hat, können sich die Meisten sicher denken. Auf der anderen Seite sollte sie nicht darunter leiden müssen, das die Kita für uns geschlossen hatte. also versuchten wir das Beste draus zu machen. Zu dem Zeitpunkt konnte sich der Zwerg schon überall hochziehen und an Tisch und Couch entlanghangeln. Alles wurde beklettert und erforscht, sogar Treppen hochkrabbeln wurde zur Königsdisziplin. In diesen Monat tauschte ich mit einer Instagrambekanntschaft die Nummern. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, wie sie schöner nicht sein könnte. Seitdem haben wir fast täglich Kontakt. Franzi ist ebenfalls Autorin und Mama, wahrscheinlich sind wir deshalb das perfekte Gespann.

April | Wann immer es möglich war, sind wir mit der Maus rausgegangen. Meistens nach Langebrück, um etwas abseits von allem zu sein. Dann haben wir mit dem Wurm die Natur erforscht, Frösche, Käfer, Spinnen (uhhhg) und was da sonst noch so rumgekrochen ist. Und dann kam der Tag, bei dem wahrscheinlich jeder der ein Kind hat mitfiebert. Der erste Schritt. ein Moment, den ich am liebsten für immer festhalten möchte. Das Leuchten in ihren Augen und das Vertrauen uns gegenüber war einfach unbeschreiblich schön. Seitdem gab es für die Kleine kein halten mehr und Krabbeln war Geschichte, denn nun hat man beide Hände frei zum Blödsinn machen und Dinge rumschleppen. Nebenbei fand sie sehr viel Freude daran uns alles Mögliche nachzumachen, sich irgendwo zu verstecken und unsere Wohnung mit Aufklebern zu verschönern. In diesen Monat merkte ich das erste Mal, wie schön es sein kann sich mit einer Mama auszutauschen, die genauso gestrickt ist wie ich. Wir hatten uns verloren, eine Auszeit voneinander genommen, aber genau zum richtigen Zeitpunkt wieder zueinander gefunden. Auch wenn unser Miteinander etwas anders ist als “normale” Freundschaften. Ganz ist zu viel und gar nicht zu wenig. Wir arbeiten noch daran. Anstatt selbst an meinem Manuskript, das ich 2019 endlich beendet hatte zu arbeiten, habe ich immer wieder ausreden gefunden und lieber bei Franzi testgelesen und mich anderen Dingen gewidmet.

Mai | Der Job lag quasi flach, immer wenn es möglich war, verbrachte ich die Abende am Laptop. Unsere Eltern wollten die Kleine fast schon wöchentlich einmal sehen und wir versuchten diesen Wunsch nachzukommen, weil es auch schön für die Kleine war und sie ihre Großeltern schließlich auch richtig kennenlernen sollte. Damit der Wurm sich etwas mehr am Haushalt beteiligen konnte, schenkten wir ihr eine Küche in ihrer Größe. Der Plan ging auf, denn von nun an gab es die leckersten Spezialitäten. Imaginäre Suppe mit Holzbrot, Luftkuchen mit Zitrone, Gulasch mit Knödeln usw. 😀 Auch wenn wir wirklich viele Momente mit Bildern und Videos festhalten, so gibt es dennoch genügend Augenblicke, die wir einfach genießen und für uns festhalten. Umso mehr habe ich mich gefreut endlich ein Bild davon machen zu können, wie die kleine Maus an Papas Hand läuft. Gegen Mitte den Monats dann endlich die freudige Nachricht, das die Kitas wieder öffnen dürfen. Besonders hat es mich für die Kleine gefreut, denn nun konnte sie wieder mit den anderen spielen und sich austoben. Gegen Ende des Monats hatte ich den Schweinehund besiegt und endlich angefangen am Manuskript zu arbeiten. Da wusste ich noch nicht, das nach einer Überarbeitung noch eine folgt und noch eine und noch eine und noch eine… Aber erstmal stand ein Kurzurlaub an. Seit einigen Jahren verbringen wir Pfingsten inmitten von Natur in Brandenburg. Einfach ein paar Tage nichts tun. Der kleinen Maus hat das sehr viel Spaß gemacht. Wir haben einen Nashornkäfer entdeckt und konnten jeden Tag den ganzen Tag an der frischen Luft mitten im Wald sein. Das Planschbecken auf dem Balkon der Großeltern erfreute sich größter Beliebtheit und ich genoss die Sonne und Wärme. Für eine Weile hatte man das Gefühl, es sei alles überstanden. Beim ersten Mal auf der Schaukel kam die Kleine aus dem Grinsen nicht mehr raus. Seitdem ist das Pflichtprogramm bei Oma.

Juni | Zum gefühlt tausendsten Mal saß ich an meinem ersten Kapitel. Allerdings fühlte es sich dieses Mal anderes an. Stimmiger. Endgültiger. Wir haben die ersten Sandalen für die Maus gekauft und wurden in der Kita gefragt, ob sie Teer gegessen hat. Nach der nächsten Kackitawindel Zuhause wusste ich was sie meinten. Blaubeeren. Die erste Schramme am Arm gefolgt von den ersten Schürfwunden am Knie. Bis zur Hochzeit ist alles wieder gut wurde uns beigebracht. Der Alltag bestand aus Büro, Arbeit, unsere Eltern besuchen und Spielplatz. Franzi und ich entdeckten, das wir unsere Kindl Bibliothek miteinander teilen konnten. Sehr hilfreich.

Juli | Gleich zu Beginn des Monats war Kitaurlaub angesagt. Eigentlich kein Problem, wenn man denn auch in der Zeit Urlaub hätte. Diesen wollten wir uns aber für nach den Ferien aufheben. Also begann ein erneuter Spagat zwischen Würmchen, Job und Alltag. Aber auch das haben wir gut gemeistert und waren froh über die Unterstützung unserer Eltern. Ich arbeitete wieder weiter am Manuskript und blieb an einer Szene hängen, die den Verlauf der Geschichte verändern könnte. Das musste gut überlegt sein und so begann die Recherche. Mich hätte es nicht gewundert, wenn aufgrund meines Suchverlaufs, in dem es um Drogen am Flughafen ging die Polizei oder LKA irgendwann vor der Tür gestanden hätten. Sie Szene wurde so unberechenbar und Detailreich, das es einfach nicht passte, je mehr ich schrieb, umso schlimmer wurde es. Also löschte ich die komplette Szene, die sich über ein Kapitel zog. Da die Kleine seitdem sie laufen konnte nicht mehr in den Kinderwagen bzw. Buggy wollte, mussten wir uns etwas einfallen lassen und beschlossen uns einen Bollerwagen zu holen. Bei der Masse an Produkten erschien die Wahl am Anfang gar nicht so leicht. Die Probefahrt durch den Großen Garten hat er mit Bravour bestanden und dort die ersten Eisflecken erhalten. Die Eiswaffel isst sich von unten nach oben anscheinend besser hatte die Maus beschlossen. Das Planschbecken ist im übrigen auch ohne Wasser sehr geeignet zum spielen. Eine weitere “ohne Mama geht nichts” Phase nahm ihren Lauf und der Wurm entdeckte, das es totalen Spaß macht auf den Küchentisch zu klettern. Franzi stellte fest, das ich jeden Tag einen Kuchen essen müsste, um endlich wieder auf mein Gewicht vor der Schwangerschaft zu kommen.

August | Begonnen hat der Monat mit einem Buch einer Autorin aus Dresden. Was soll ich sagen, ich war hin und weg und wollte mein Manuskript gleich wieder in die Tonne hauen. Es hat sich so schön leicht gelesen und ich konnte mitfühlen und überhaupt. Nebenbei ist daraus auch eine Art Freundschaft mit der Autorin entstanden. Seit langem hatte ich mal wieder eine Serie gefunden, die ich toll fand. Das Ende vom Lied, nur eine Staffel und ein richtig fieser Cliffhänger am Ende. Aber ich hoffe auf eine Fortsetzung der Magnolien. Der Wurm hatte wieder eine Wachstumsphase und so mussten wir die nächste Kleidergröße aussortieren. Schuhe habe ich ab da nur noch gebraucht geholt, da es sich einfach nicht gelohnt hat für einen Monat. In diesen Monat überschwemmte ein Beitrag die Autorenszene. Ein Impressumsservice, den ich und viele Autoren genutzt hatten war aufgeflogen. Man konnte niemanden erreichen und sogar das Gewerbeamt riet dazu Anzeige zu erstatten. Meine Freundin suchte Rat und so beschlossen mein Arbeitgeber und ich selbst einen solchen Service ins Leben zu rufen. Ein Name war schnell gefunden und auch ein Theme für die Webseite und schon begann ich damit die Seite mit Texten, Bildern und Produkten zu befüllen. AGBs mussten geschrieben werden, Datenschutz und viele weitere kleine Bausteine. Franzi und ich schickten uns gegenseitig Kapitel unseres überarbeiteten Manuskripts um uns zu motivieren, anzuspornen und zu helfen. Die ersten Überlegungen für einen Titel begannen und war hin und weg von “Spuren im Sand”. Leider stellte sich heraus, das es diesen schon gab, bzw. er bereits verwendet wurde. Während ich bei unserer Nachbarin eine Etage unter uns war, um ihr kurz zur Hand zu gehen, zeigte der Wurm, was sie Neues gelernt hatte. Sie öffnete die Wohnungstür und stand kurz darauf ganz unten um Hausflur (wir wohnen im Dachgeschoss). Als meine Nachbarin sich über den Lärm wunderte, tat ich es mit dem Gedanken ab, das es sicher die andere Kleine aus dem Haus war. Als ich wieder zu uns ging, erfuhr ich, das dem nicht so war. Zum Glück sind wir mit dem Schrecken davon gekommen und irgendwie war ich sogar ein bisschen Stolz auf die Kleine, dass sie das so ganz allein gemeistert hat. Kurz darauf haben wir einen Türknauf installiert, damit keine Fluchtgefahr mehr besteht.

September | Anfang des Monats ging es in unseren lang verdienten Urlaub. Wir genossen die Zeit in der Natur, hatten einen tollen Spielplatz gleich neben uns und ich konnte endlich mal wieder Pilze sammeln. Wir sind viel spazieren gegangen, aus einem Spaziergang wurde eine Wanderung, weil wir die Entfernung ein klein wenig falsch eingeschätzt hatten. Leider hatte die Gaststätte, wie viele andere in der Gegend genau an dem Tag geschlossen, also gönnte ich mir eine Pizza vom Türken. Zugegeben, sie bestand zu 80 % aus Käse, war aber saulecker. Als wir Besuch von einer exorbitant großen Hausspinne im Schlafzimmer hatten, war ich erstaunt über meine innere Ruhe. Ich hätte sie zwar nicht fangen können, aber immerhin bin ich bei dieser Begegnung nicht in Tränen ausgebrochen oder weggerannt. Die Maus wurde immer selbstständiger und wir hatten jeden Tag viele Momente zum schmunzeln. Franzi überhäufte mich mit immer mehr kreativen Ideen, die sie gern umsetzten wollte. Nun reifte das erste Mal der Gedanke in mir doch noch eine Weiterbildung zu machen und mir mein Zertifikat für das zu holen, was ich schon seit einigen Jahren beruflich gemacht hatte.

Oktober | Ich meldete ein Nebengewerbe an und übernahm den Impressumsservice komplett. Um die Seite bekannter zu machen und im Google Ranking zu steigen und gesehen zu werden folgten einige Maßnahmen und ich bin immer noch dankbar für die viele Unterstützung. Da ich bei meiner Recherche auf einige andere Seiten stieß, kam ich etwas ins grübeln, ob ich den Service wirklich weiter anbieten sollte. Aber auch dabei habe ich sehr viel Zustimmung und Anerkennung und besonders Dankbarkeit erfahren, das ich es auf mich genommen habe und solch einen Service anbiete. Mir wurde bewusst, das es vielleicht einige Services gibt, aber niemanden so wie autorenglück.de. Also machte ich weiter. Arbeitete nebenbei weiter am Manuskript, wann immer es die Zeit zuließ und beschloss das Buch noch in diesem Jahr rauszubringen. Mein Mann überzeugte mich, auch einmal mit zur Thaimassage zu gehen, da ich wirklich immer öfter Rückenschmerzen hatte, sagte ich zu. Während der Massage dachte ich, die Geburt war definitiv nicht so schmerzhaft wie das. Aber er hatte recht behalten und so fühlte ich mich nach den ganzen schmerzhaften Berührungen wie auf Wolken. Die Schmerzen waren übergegangen in eine Art Muskelkater und wenige Tage später fühlte ich mich einfach grandios. Aufrecht gehen, keinen Buckel mehr und vor allem gerade stehen ohne Hohlkreuz. Eine Freundin schrieb mich an, ob ich vielleicht ein paar Bilder mit der Familie und ihrem Hund machen könnte, da sie einen Tumor hat und sie nicht wissen, wie lange sie noch da sein würde. Es war ein wunderbarer Morgen mit einem tollen Spaziergang zur Lokation und wieder zurück. Nach dem Shooting spazierten wir zusammen noch ein Stück, wir hatten uns sehr viel zu erzählen, da wir uns sehr lange nicht gesehen hatten. Kurze Zeit später hatte ich mit meinem studierenden Freund mal wieder ein Shooting. Leider hatte das Wetter andere Pläne und so begann es in strömen zu regnen. Das hielt uns nicht davon ab trotzdem ein paar wirklich schöne Bilder zu machen. Mit der Maus haben wir das erste Mal Kekse gebacken. Ausstechen ist voll ihr Ding, gegessen hat sie nur einen und danach die Schoki runtergeschleckt. Zu meinem Geburtstag wollte ich einen schönen Tag mit der Familie verbringen und beschloss ihn im Kidsplanet zu feiern. Im Grunde ist das ein riesen Spielplatz drinnen. Mit Hüpfburg, Trampolin und vielen mehr. Die Kleine hat sich riesig gefreut und ist gehüpft und rumgerannt bis zum umfallen.

November | Die Suche nach Ideen für das Buchcover begannen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch absolut keine Ahnung in welche Richtung es gehen sollte. Vielleicht lag es aber auch daran, das ich noch mitten drin steckte. Es folgten auch die ersten Überlegungen, was ich mit dieser Seite anstelle. Ich wollte weiterhin einen Blog haben, so viel stand fest, aber ich wollte auch eine richtige Autorenseite. Die ersten Kapitel kamen aus dem Korrektorat zurück und ich dachte der einzige Mensch zu sein, der sich über das viele Rot darin freut. Für mich bedeutete es den letzten Feinschliff. Ich schickte das Briefing für mein Buch an meine Coverdesignerin und überlegte, wie ich die Veröffentlichung planen könnte. Leider stand noch immer kein Datum fest und ich konnte mich auch noch nicht festlegen, solange das Manuskript nicht komplett fertig war und ich auch noch kein Cover hatte. Nach einigen Empfehlungen aus der Autorenwelt beschloss ich die fertige Geschichte ohne eigearbeitetes Korrektorat an Testleser rauszuschicken, denn ich drohte alles zu verschlimmbessern und war mir absolut unsicher. Das Feedback was darauf zurück kam hat mich so sehr motiviert und mich wieder daran glauben lassen. Unterdessen begann der Wurm uns richtige Knutschis zu verpassen. Wann immer mir danach war oder ihr, bekam ich einen richtig schönen (oft auch feuchten) Kuss. Zum Impressumsservice und dem Schreiben kam noch eine neue Aufgabe, auf die ich mich aber sehr gefreut hatte und sie nicht ablehnen konnte. Ich liebe es einfach Webseiten neu zu gestalten und durch Texte und Bilder mit Leben zu befüllen und einfach persönlicher zu machen.

Dezember | Eine Deadline musste her. Deshalb beschloss ich Anfang des Monats nun endlich ein Datum festzulegen, wann das Buch theoretisch veröffentlicht werden könnte. Es half. Ich konnte mich besser fokussieren und hatte unheimliches Glück, das die enge Zusammenarbeit mit dem Korrektorat so gut klappte. Allerdings blieb neben Familie, Kind, Alltag und Job nicht noch Zeit, um mir über Werbemaßnahmen oder ähnliches Gedanken zu machen. Ich wollte mein Ziel erreichen, alles andere war erstmal zweitrangig. Die gesetzte Deadline rückte immer näher und bekam die Nachricht, dass es meine Designerin aufgrund der hohen Auftragslage zu weihnachten hin nicht schaffen wird. Kurzerhand beschloss ich es selbst in die Hand zu nehmen, denn das Geld für einen Coverdesigner hatte ich nicht und der Gedanke wegen allem (Lesezeichen, Karten etc.) nochmal bezahlen zu müssen fand ich einfach blöd. Ich wollte selbst etwas erschaffen. Dann die traurige Nachricht, dass die Kita erneut schließen muss. Mein ganzes Vorhaben drohte zu scheitern, aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen. Die Abende verbrachte ich am Schreibtisch und unsere Eltern waren eine sehr große Hilfe, da sie die Kleine öfter nahmen und sich über die Zeit mit ihrem Enkel freuten und auch der Kleinen machte es Spaß und tat ihr gut. Das war eine große Erleichterung. Nebenbei beschloss ich doch noch meine Weiterbildung über ein Fernstudium in Angriff zu nehmen. Endlich war der Tag gekommen und ich fügte mein Manuskript und das Buchcover bei Amazon ein, bestellte ein Probeexemplar und dann war auf einmal alles ganz still. Am nächsten Tag nahm ich panisch noch ein paar Änderungen bei KDP vor und drückte anstatt den Entwurf zu speichern auf Veröffentlichen… Mir rutschte das Herz in die Hose und ich beruhigte mich selbst, da es ja keiner wusste und somit niemand danach suchen würde. Doch es gab ein paar die es entdeckten… Richtig realisieren konnte ich es erst, als ich es selbst in den Händen hielt. Die ersten Rezensionen folgten. Genauso, wie es war das Buch zu schreiben, so war auch die Veröffentlichung. Aber das ist nicht schlimm, denn ich kann alles was schief gelaufen ist mitnehmen und werde es beim nächsten Buch besser machen.

Es ist schön, immer noch einmal Revue passieren lassen zu können, was so alles passiert ist. Einerseits verging das Jahr wie im Flug, auf der anderen Seite ist so viel passiert. Ich bin dankbar für jede Erfahrung, jede neue Bekanntschaft und Alle, die dieses Jahr so besonders für mich gemacht haben. Nun sind wir gespannt auf ein neues Jahr und ein neues Kapitel in unserem Leben.

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