Die böse DSGVO – und wie ich sie umgesetzt habe

Posted on 23. April 2018 by Dany

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Ja, ich gebe zu ich habe mich lange davor gedrückt. Nicht weil es so viel Arbeit ist den Blog DSGVO gerecht zu machen, sondern aus Angst etwas falsch zu machen oder zu übersehen. Denn Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe. Nun habe ich allerdings eine Seite gefunden, die mir sehr dabei geholfen hat. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Für meine Leser ohne Blog, vielleicht habt Ihr ja auch mal Lust zumindest zu erfahren, was es damit auf sich hat und was die Bloggosphäre gerade in Aufruhr versetzt. Und vielleicht ist das Ganze auch in eurem Unternehmen relevant. 


So, nun aber zu der Seite die mir wirklich unheimlich geholfen und mir auch die Angst ein wenig genommen hat.

https://www.reisen-fotografie.de/dsgvo-als-blogger/ 


In meinem Fall habe ich folgendes angepasst

  • Da ich eine Kommentarfunktion verwende, habe ich schon vor einer Weile ein Child Theme eingebastelt, welches die Speicherung von IP-Adressen verhindert. Unter dem Kommentarfeld muss nun ein Häkchen gesetzt werden, dass Ihr einverstanden seid, dass Name, E-Mail Adresse und was Ihr sonst noch angebt gespeichert werden. In der Datenschutzerklärung findet Ihr in einem normalen Deutsch auch die Erläuterung dazu
  • Daraus ergibt sich gleich der zweite Punkt, die Datenschutzerklärung brauchte dringend ein Update
  • Die Facebooklikebox, in der man die Follower sieht, habe ich ebenfalls raus genommen, da die Art des likens grenzwertig ist
  • Ansonsten ist der Blog seit eh und je Werbefrei, sodass ich dort keine weiteren Änderungen vornehmen musste
  • Bei meinem Hoster habe ich bezüglich Änderungen für die DSGVO angefragt, da gegebenenfalls auch dort IP Adressen gespeichert werden können. Anfang Mai soll es dazu eine Anpassung geben

Da ich kein Newsletter habe, kein Analytics nutze und auch sonst der Blog sehr frei von sämtlichen Schnick Schnack ist, gab es dann nicht mehr viel zu ändern. Zum Thema Cookies und Google Fonts, welche durch mein Theme genutzt werden muss ich mich noch schlau machen.


Wie du am besten vorgehst

Ewig vor sich her schiebe geht nicht und leider ist es auch egal über welchen Anbieter ein Blog betrieben wird. Alle müssen Ihre Seite anpassen. Hoffentlich ziehen die Anbieter rechtzeitig mit Anpassungen nach. Wenn du aber etwas selbst anpassen und änder kannst, dann überlege zuerst was du auf deiner Seite alles nutzt und machst, wodurch Daten erhoben und gespeichert werden.

  • Kommentar-Funktion
  • Kontaktformular
  • Social Media Widgets mit Zähler
  • nutzt du Analytics oder andere Auswertungstools
  • ist der Datenschutz aktuell und verständlich (auch für dich selbst)…

Auf der Internetseite könnt Ihr alles der Reihe nach durchgehen die für euren Blog zutreffen. Überlegt auch gut, ob Ihr manche Dinge überhaupt benötigt. Macht ein Newsletter sinn, der nur dazu dient bei neuen Beiträgen bescheid zu geben? Oder habt Ihr nur zwei Abonnenten? Vielleicht könnte man dann den Newsletter auch lassen.


Was dann demnächst auf uns zukommt, werden wir sehen. Regelungen und Gesetze bezüglich Datenschutz gab es aber auch schon vorher. Somit ist es eigentlich nichts komplett neues. Und im Großen und Ganzen bin ich auch dafür, das die Zügel etwas mehr gestrafft werden auch wenn es zum Leid der kleinen Hobbyblogger ist. Es schreckt ab und schränkt auch ein wenig ein, besonders wenn Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram nicht Deutsch sind und somit auch nie komplett dem deutschen Recht entsprechen werden. Dennoch sollten auch wir dazu beitragen, dass Daten geschützt werden und Menschen offener mit Ihren Rechten umgehen. Denn Ihr entscheidet ob etwas gespeichert werden darf oder nicht. Und wenn etwas gespeichert wird, sollte man zumindest wissen wozu.

Zum Schluss muss ich zugeben, fand ich das Thema sogar spannend und gar nicht mehr so sehr erschreckend. Aber eben auch nur, weil ich Lösungen gefunden habe, die ich umsetzen konnte. Aber auch was die Datenschutzerklärung angeht, bin ich voll für eine eindeutige normale deutsche Sprache anstatt dieses Bürokratendeutsches das kein Mensch versteht (ich muss es wissen als Bürokauffrau), da habe sich schon sehr oft meine Nackenhaare aufgestellt.

Also dann, frohes schaffen und denkt immer daran, wir sitzen alle im selben Boot. Warum sich also nicht gegenseitig unterstützen!?

*Bildquelle: Pixabay

2 Comments

  • Bea 24. April 2018 at 10:22

    Vielen vielen Dank für die Tipps, schön kompakt zusammengefasst mit den wirklich für Blogger relevanten Punkten. Derzeit ist ja eine Panik ausgebrochen, bei großen Firmen ist es ja zu verstehen, aber dass kleine Blogger schon ihren Blog still stellen, finde ich nun übertrieben. Ich habe bisher keine Newsletter und speichere selbst keine Daten, habe aber die Kommentarfunktion, die ich auch behalten will, muss nur sehen, wie ich das gestalten kann. Ich gehe Deine Punkte einfach mal durch. Du hast recht, Angst sollte man nicht haben, denn es gab auch schon vorher einen Datenschutz.

    Lieben Gruß, Bea.

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    • Dany 24. April 2018 at 14:56

      Genau so sehe ich das auch Bea. Wer alles Schritt für Schritt durch geht und wir uns gegenseitig unterstützen, der muss auch keine Angst haben. Ich denke auch, dass wenn da mal was kommen sollte es erst eine Abmahnung geben wird. Man muss sich eben nur mal mit dem Thema beschäftigen, das finde ich schon wichtig. Und auch bei Kommentaren werden Daten gespeichert, aber an der Stelle muss man die Leser eben einfach darauf hinweisen. Liebe Grüße Dany <3

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