Die Welt dreht sich weiter, aber ich bin irgendwie ausgestiegen

Posted on 22. April 2018 by Dany

Stille, doch dieses Mal ist es nicht die Ruhe vor dem Sturm. Dieses Mal fühlt es sich anders an. Kein Aufbruch zu neuen Ufern. Keine geheim geplante Überraschung. Wie ein Schneeschieber schubse ich alles Mögliche vor mir her. Ich wollte weiter schreiben. Mehr schreiben. Meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ich bin auf Felsen geklettert, habe mich überwunden zu springen und versuche alles um aufzuwachen. Um wieder im Hier und Jetzt zu sein. Denn hier und jetzt ist es schön. Eigentlich. Und dennoch ist irgendetwas passiert. Es fühlt sich an, als wäre ich auf der Strecke geblieben. Als wäre mein Körper in den nächsten Zug eingestiegen aber meine Seele ist zurück geblieben. Irgendwie leer. Dabei versuche ich alles und habe in diesen Jahr schon so viel umgesetzt und erreicht. Ich habe mich weiter gebildet, neue interessante Menschen kennengelernt und neue Blickwinkel erhalten. Und dennoch stimmt irgendwas nicht. Als wäre ich nicht richtig da. Als wäre ein Teil von mir ganz woanders.

Das meine Seele mir etwas mitteilen möchte habe ich schon vor einigen Wochen gemerkt. Krank. Und immer wieder hieß es ausruhen, Kraft tanken. Einfach zur Ruhe kommen. Dann ging es mir besser und voller Tatendrang und Motivation habe ich mich wieder an die Arbeit gemacht. Und dann, erneuter Rückschlag. Eigentlich geht man doch nur einen Schritt zurück um Anlauf zu nehmen. Aber so fühlt es sich nicht an. Denn nach diesem Schritt zurück passiert nichts mehr. Und trotzdem dreht sich die Welt weiter und ich laufe. Immer weiter.

Die Worte “Höre auf deinen Körper” bekommen für mich gerade nochmal eine völlig neue Bedeutung, denn noch nie war es so schwer zu verstehen, was er mir sagen will.

Das erste Anzeichen diesmal, mein Freund die Migräne, die ich schon vergessen habe, hat sich zurück gemeldet. Sie hat sich verändert. Sie ist aggressiv. Sie verursacht Schmerzen. Aber nicht nur solche, die ich bisher kannte. Dieses Mal, hatte sie andere Geschütze aufgefahren. Nachdem sie weg war habe ich die schlimmsten Zahnschmerzen erleben müssen, die ich jemals erlebt habe. Als würde jemand tief in den Zahn bohren und die Nerven treffen. Es war kein einzelner, sondern eine ganze Zahnreihe. Der Schmerz wanderte, so dass wir ihn nicht zuordnen konnten. Es muss also eine andere Ursache haben. Alles Kopfsache. Aber selbst wenn, dann frage ich mich warum und was ich dagegen tun kann.

Noch nie war es so schwer herauszufinden was los ist. Und ich habe keine Ahnung, was ich noch tun soll. Ich weiß nur, dass ich den Zug erwischen muss. Den Zug, in dem mein Körper sitzt…

by pixabay

tempus fugit

2 Comments

  • Julia 24. April 2018 at 7:33

    Liebe Dany, damit hast du mir echt aus der Seele geschrieben. wunderschön und doch so einfach gesagt. Alles Liebe Jule

    Reply
    • Dany 24. April 2018 at 14:53

      <3

      Reply

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Benachrichtigen Sie mich bei weiteren Kommentaren per E-Mail. Sie können sich auch ohne Kommentar anmelden.