Feindiagnostik in der Schwangerschaft

Posted on 15. September 2018 by Dany

In diesen Beitrag verrate ich dir, was es mit der Feindiagnostik auf sich hat. Also was das Ganze überhaupt ist und bedeutet. Und warum es vor allem auch für die Männer (zukünftigen Väter) ein echtes Erlebnis ist.

Was bedeutet Feindiagnostik und was passiert da?

Bei einer Feindiagnostik untersucht ein Facharzt vor allem die bereits entwickelten Organe des Babys und wie weit und stabil diese sich bisher entwickelt haben. Dabei wird mit dem Ultraschallgerät der Reihe nach auf folgende Regionen des Babys im Mutterleib geachtet und ggf. die Länge bzw. Durchmesser vermessen:

Herz und Herzkammern, Lage des Herzens, Harnblase, Gehirn, Kopf bzw. Schädel, Kiefer, Nase, Oberschenkelknochen, Oberarmknochen, Finger, Vorderseite des Bauches, Wirbelsäule und Rücken, Nieren und der Magen.

Dank dieses Organultraschalls können schon in der Schwangerschaft erste Anzeichen auf Fehlbildungen oder Herzfehler festgestellt werden. Nebenbei wird außerdem die Plazenta, Durchblutung der Gebärmutter und Menge des Fruchtwassers geprüft.

Die Untersuchung wird ab der 21. SSW bis zur 24. SSW durchgeführt (natürlich gibt es hier sicher auch Ausnahmen).

Besteht kein Verdacht auf eine Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes und man hat trotzdem den Wunsch nach einer solchen Untersuchung, müssen die Kosten dafür selbst übernommen werden. Allerdings scheint das von Arzt zu Arzt unterschiedlich zu sein.

Bei unserer Untersuchung war der Untersuchungsraum abgedunkelt. Neben einer Liege und dem entsprechenden Gerät gab es einen großen Flachbildschirm und einen Stuhl neben der Liege für den Partner oder die Begleitperson. Alle Organe und Gliedmaßen wurden sorgfältig begutachtet und gemessen. Der Arzt hat während der Untersuchung immer genau erklärt was er gerade untersucht und ob alles in Ordnung ist.

Besonders für werdende Väter und Partner

Neben der Angst bzw. der inneren Unruhe ob mit dem Baby alles in Ordnung ist und es eben keine Fehlbildungen oder ähnliches hat war diese Untersuchung trotzdem ein tolles Erlebnis. Auch wenn wir wussten, dass dort in mir gerade ein kleiner Mensch heranwächst, so hat es diese Untersuchung nochmal realer gemacht. Besonders für meinen Mann war dieser Moment sehr wichtig. Immerhin merke ich die Kleine ja täglich und sehe auch wie der Bauch wächst. Für die Partner ist es sehr schwer, da sie nicht viel machen können. Daher war es mir besonders wichtig ihn so oft es möglich ist einzubinden und bei allem einzubeziehen. Dort haben wir die kleinen Finger und Zehen gesehen. Das Köpfchen und viele Bewegungen. Auch das Geschlecht konnte dort zu fast 100 % bestätigt werden. Der Arzt meinte, dass 80 % der Frauen mit ihrem Gefühl welches Geschlecht das Baby hat Recht haben, so auch bei mir.

Seit der Untersuchung habe ich das Gefühl, das nun eine Verbindung zwischen meinem Mann und der Kleinen entstanden ist. Er hat nun öfter das Bedürfnis meinen Bauch anzufassen und ihn auch mal zu streicheln. Dabei hat er sie auch schon fühlen können.

Was eine Feindiagnostik nicht ist

Da wir von vielen Freunden immer wieder die unterschiedlichsten Sachen gehört haben, was bei der Feindiagnostik gemacht wird und was es für eine Untersuchung ist, waren wir am Ende doch eher verwirrt. Als der Arzt fertig war haben wir daher gefragt, ob wir das Ganze jetzt noch in 3D sehen werden. Der hat uns dann erklärt, dass ein 3D-Ultraschall als Babyfernsehen bezeichnet wird und erst ab der 28. SSW Sinn macht, da dort die Haut erst richtig ausgebildet ist und man dann das Baby erst richtig sehen kann. Bei einem 3D-Ultraschall sieht man das Baby quasi von außen. Ist die Haut des Babys noch sehr dünn, sieht es eher etwas verschrumpelt aus. Ein 3D-Ultraschall muss laut des Arztes auch selbst bezahlt werden.

Bildquelle: Pixabay
Bildquelle: Pixabay

Fazit

Ich kann eine Feindiagnostik sehr empfehlen. Es stärkt die Bindung zum Kind, macht das Ganze noch ein Stück realer und das Wichtigste, der Arzt kann die Angst vor Fehlbildungen und ähnlichen nehmen oder eben weitere Untersuchungen veranlassen und beraten. Seitdem bin ich auch entspannter, da ich weiß, dass alles ok ist.

Was ich auch sehr schön fand, das wir einige tolle Aufnahmen als Erinnerung erhalten haben. Besonders da ich ja bisher nur ein Bild aus der 12. Woche bekommen habe.

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