Fragen an eine Romanautorin – Astrid, erzähl doch mal…

Posted on 3. November 2020 by Dany

Vor einer Weile habe ich Astrid Töpfner (Link führt zu ihrer Webseite) ein paar teilweise sehr persönliche Fragen gestellt. Und natürlich möchte ich auch hier auf dem Blog die Antworten mit euch teilen. Ansonsten findet ihr diesen und andere Posts auf meiner Instagramseite.


Wer ist Astrid?

Nach außen bin ich eine selbstbewusst auftretende Mutter, Hausfrau, Schriftstellerin, Lektorin und professionelle Besserwisserin, die es irgendwie schafft, ihr Leben zu jonglieren. Innerlich hingegen bin ich immer noch ein kleines Mädchen, das manchmal die Welt nicht versteht, furchtbar verletzlich ist und am liebsten den ganzen Tag unter der Bettdecke Bücher lesen würde wie noch vor dreißig Jahren. Ich bin durch die halbe Welt gebummelt, bis ich mich in Spanien niedergelassen habe. Zuhause fühle ich mich weder hier noch dort und dennoch überall. Ich liebe Schokolade und Kuchen, die weiche Haut meiner Kinder und Regen.

Kannst du vom Schreiben leben?

Nein. Noch nicht 😉

Wie kommst du auf Ideen für neue Geschichten?

Die manifestieren sich einfach. Auslöser kann alles mögliche sein. Ein Lied, ein Gespräch, Gedanken, die mir einfach so durch den Kopf gehen beim Autofahren oder Spazieren. Ich lasse sie dann in meinem Kopf; einige verschwinden, andere bleiben hartnäckig. Die notiere ich.

Wo schreibst du am liebsten?

Am PC an meinem Schreibtisch. Noch lieber hätte ich ein eigenes kleines Schreibzimmer, denn im Moment steht mein Tisch im Wohnzimmer. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bis dann helfen Ohrstöpsel.

Planst du oder schreibst du einfach drauf los?

Ich bin die Oberplotterin. Bevor ich nicht einen detaillierten Plot und am besten auch das Exposé niedergeschrieben habe, fange ich nicht an zu schreiben. Habe es versucht, klappt nicht. Ich brauche manchmal Wochen oder sogar Monate, bis ich soweit bin. Aber dafür kann ich danach normalerweise auch relativ schnell alles niederschreiben.Mit relativ schnell meine ich dennoch zwei, drei oder sogar vier Monate. Ich bin also insgesamt ziemlich langsam.

Gibt es etwas, wovon du schon lange träumst, dich aber noch nicht getraut hast, es zu tun?

Ich hätte tatsächlich sehr gerne gelernt, Gitarre zu spielen. Könnte ich immer noch, aber mir tun die Fingerkuppen jedesmal so weh, dass ich es wieder sein lasse :)) Wenn es wirklich um Mut geht, dann wäre es wahrscheinlich Fallschirmspringen. Wir haben sogar ein Aerodrom gleich um die Ecke und sehen täglich Fallschirmspringer am Himmel. Aber selber machen, neeee. Da sehe ich mich jeweils gleich als Hackfleischfleck auf dem Boden kleben …

Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Schokolade, Mineralwasser, Karotten

Wenn deine Wohnung in Flammen stehen würde und du nur einen Gegenstand retten könntest, welcher wäre das?

Das erste Kind, das ich zwischen die Finger kriege – und mein Mann natürlich das zweite.

Was würde mich an dir überraschen?

Meine Schüchternheit

Welche Sache fällt dir an anderen Menschen als erstes auf?

Die Ausstrahlung, denke ich.

Vor was hast du am meisten Angst?

Uh, schwierig. Jemanden, den ich liebe, zu enttäuschen vielleicht. Selbst wenn die Erwartungen nicht gerechtfertigt wären. Ich mache es gerne allen recht und stelle dabei meine eigenen Bedürfnisse zurück.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch?

Kopf. Ich analysiere immer alles tausendmal durch.

Wenn du unsichtbar werden könntest, was würdest du machen?

Absolut keine Ahnung!

Welcher ist dein Lieblingsfilm und warum?

Ich bin keine große Filmeschauerin. Was mir ganz spontan einfällt, wäre Out of Africa mit Meryl Streep und Robert Redford. Von 1985, wie ich gerade gesehen habe, also uralt. Aber einfach eine wunderschöne Geschichte mit tollen Schauspielern und großartigem Soundtrack.

Womit kann man dir eine große Freude machen?

Wenn man mir sagt, dass meine Bücher gefallen haben :). Abgesehen davon: Ich liebe Massagen. Gute Pralinen.

Wann hast du das Letzte mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Naja, ich habe dieses Jahr zum ersten Mal ein Buch selbst veröffentlicht. Da waren viele Dinge dabei, die ganz neu für mich gewesen waren.

Mit welchen drei Worten würdest du dich beschreiben?

Loyal, introvertiert, hilfsbereit

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?

Über das Schreiben und Veröffentlichen :)). Über das Auswandern.

Vielen Dank für deine ausführlichen und ehrlichen Antworten liebe Astrid.

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