Gedanken an die Zukunft – von Ängsten und einem Plan

Posted on 4. Dezember 2016 by Dany

Zukunft vs. Jetzt und Hier

Der Beitrag von Zukkermädchen (http://zukkermaedchen.de/2016/11/das-perfekte-lebensmodell.html/) hat mich zum Nachdenken gebracht. Denn genau in der Situation befinden wir uns nun gerade wieder. Die Entscheidung treffen. Ja es ist eine von vielen und im Großen und Ganzen ist es wahrscheinlich auch schon entschieden, aber dennoch habe ich immer viele Dinge im Kopf wie es wäre wenn…

Plan A

Wir bleiben hier, ganz in der Nähe von Familie und Freunden. Ziehen in eine größere Wohnung, bekommen ein Kind. Der erste Schritt ist schon gemacht. Die erste vernünftige Entscheidung. Als unsere Dina dann doch etwas in die Jahre gekommen war (wobei ich mir sicher bin sie fährt immer noch) mussten wir uns entscheiden. Sollte es ein sportliches Auto werden, ein Honda Accord, groß, breit, flach einfach ein schicker Wagen mit Power? Aber was ist dann wegen einem Kind. Bekommen wir dort einen Kinderwagen rein, kann ich den Junior bequem rein setzten ohne viel Aufwand. Nein, so schön es auch wäre das wird eng.

Und schon drängte sich die Frage wieder in meinem Kopf. Kind, ja oder nein. Ich war mir immer sicher, dass ich diese Erfahrung irgendwann einmal machen möchte. Aber wann. Wann ist es „zu spät“ dafür? Was will ich noch machen woran mich ein Kind hindern könnte. Und dann denke ich an die Zeit, in dem Moment wo ich überlege dreht sich der Zeiger weiter.

Am Ende haben wir uns für ein großes Auto entschieden, riesen Kofferraum, Schiebetüren eben alles was praktisch ist. Ich liebe Hilde, aber manchmal da wäre es trotzdem schön in eine Nissan Skyline wie mein Mann ihn liebt oder auch einen Honda CRX einzusteigen. Und dann kommt der Gedanke „irgendwann“ und soweit ich weiß ist irgendwann so gut wie nie, aber es klingt schöner.

Plan B

Ein Haus irgendwo außerhalb von der Stadt. Dorf. Zum einen günstiger und zum anderen habe ich das schon immer geliebt und es war immer mein Traum in einen eigenen Haus zu leben.

Und dann? Mal schnell Kind abgeben fällt dann flach, schnell nochmal in die Stadt auch. Besuch von Freunden, wahrscheinlich eher selten bis gar nicht. Und was ist wenn es zu teuer wird. Im Kopf ging ich wieder zu Plan A und fühlte mich besser damit. Weil es einfach realistischer ist. Aber schade ist es trotzdem.

Plan C

Wir kaufen uns ein Bauerngut. Ein Bauernhof mit 2 Hauptgebäuden, in dem einen können unsere Familien leben und in dem anderen Wir. Eine Scheune für zwei Pferde, Hasen, Hühner und Hund und natürlich Platz für eine kleine Werkstatt.

So etwas findet man leider wieder nur außerhalb von der Stadt. Meistens ist dann alles schon so verfallen das es wohl ein ganzes Leben brauchen würde bis wir es in Ordnung gebracht hätten. Nicht unbedingt wegen der Zeit, aber wegen dem Geld. Wir müssten uns kümmern, dass trotzdem Kindergarten, Schule und Ärzte in der Nähe sind.

 

Hier und Jetzt

Eigentliche finde ich unsere derzeitige Situation schön. Ich fühle mich wohl und bin glücklich. Wenn das Wörtchen „eigentlich“ nicht wäre. Denn eigentlich ist die Wohnung zu klein, definitiv ist sie zu klein. Wir könnten auch in eine schöne Zweiraumwohnung ziehen die wir uns leisten können und trotzdem unserem Lebensstandard behalten. Aber ich denke irgendwann würde etwas fehlen. Und ich möchte das unsere Eltern das Erlebnis haben Großeltern sein zu dürfen. Aber ich habe immer noch Angst. Das ist etwas wo man nicht einfach ins kalte Wasser springen sollte. Ich selber möchte mehr Sicherheit. Deshalb erst eine größere Wohnung und dann der Rest. Und dann ist da noch die Angst, dass das Geld nicht reicht… Wollen wir dem Kind doch alles bieten was es braucht ohne selber auf alles verzichten zu müssen.

Was bleibt ist der Plan im Kopf. Plan A. Ob es so klappt, keine Ahnung. Im Moment ist es noch relativ weit entfernt. Und so möchte ich vorher die Zeit noch genießen. Manchmal überkommt es mich und dann würde ich am liebsten Reisen. Und wenn es nur ein paar Tage sind. Einfach noch mehr von der Welt sehen. Und manchmal da kommt auch der Gedanke wie es wäre ganz woanders zu leben. Aber dann fühle ich mich hier doch wieder sehr wohl und geborgen. Also doch nur Reisen und für einen Moment in eine andere Welt eintauchen und das nicht nur in den Büchern die ich lese sondern richtig und real.

Aber ich bin so weit. Bereit für den nächsten Schritt. Wir haben wundervolle Familien und ich habe den besten Partner an meiner Seite den ich mir wünschen kann. Und ich weiß auch, dass wir das zusammen schaffen. Und es wird schön werden ein kleines Wunder in diese doch recht verkorkste Welt zu setzten, ein klein wenig ich und ein klein wenig du.

Für meinen Mann, den ich über alles Liebe.

 

 

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Habt Ihr einen Plan? Ängste, Gedanken an die Zukunft? Seit Ihr glücklich? Lasst es mich gern in einen Kommentar wissen, dann weiß ich, dass wir nicht allein sind mit unseren Gedanken.

Liebe Grüße

2 Comments

  • Lisa 28. Januar 2017 at 14:29

    Hallo Dany,

    ich freue mich zu sehen, dass du glücklich bist. Wenn auch hin- und hergerissen, aber die letzte Zeile… hat mich sehr gerührt. Du hast deinen Mann und das ist doch etwas Wundervolles.
    Für ich persönlich kommt ein Kind jetzt auch nicht in Frage, ein Mann wäre mir schon zu viel:)
    Bis vor kurzem wollte ich niemals Kinder. Ich möchte auch noch so viel erleben und mich selbst verwirklichen. Das geht ganz einfach nicht mit Kind. Nicht für mich. Ich will sagen können, morgen… morgen fahre ich spontan nach… das kann ich mit Kind nicht.

    Die Prioritäten unserer Generation sind nun einmal nicht mehr die unserer Eltern früher. Wenn ich das sagen darf, du bist doch noch in einem annehmbaren Alter, in dem du dir noch etwas Zeit lassen kannst mit dem Nachwuchs:)
    Ich persönlich habe mir einen roten Faden gestrickt für mein Leben, der Faden reicht allerdings nur bis zum 32.Lebensjahr:)
    Danach… mal schauen… Strenge Planung macht im Leben eh keinen Sinn, das zeigt dir dann den Stinkefinger:) Kinder kommen für mich erst in Frage, wenn ich einen Großteil meiner Ziele erreicht habe. Und außerdem bin ich wie du. Ich möchte meinem Kind ja auch was bieten, ohne dass ich mich selbst und mein Wohlbefinden aus den Augen verliere. Sprich, Geld ist ein wichtiger Faktor.

    Jetzt habe ich so viel geredet… 🙂
    Theatralisch gesprochen… es wird schon der Moment kommen, der dir den richtigen Weg weist:)

    Liebsten Gruß, Lisa

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    • Dany 29. Januar 2017 at 18:49

      Ja, vor einiger Zeit war ich auch so. Ich dachte mir “willst du das wirklich”, da ich ja eigentlich auch noch viel erleben will. Aber dann ist da eben wieder das Thema mit der Zeit ob ich mich noch jung genug dazu fühle ist die eine Sache, aber der Fakt, dass eine Schwangerschaft ab 30 schon mit gewissen Risiken verbunden ist macht es nicht gerade leichter. Ich möchte auf keinen Fall irgendwann dastehen und sagen müssen es ist zu spät ich habe es verpasst. Aber auch dann würden wir lernen damit zu leben.

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