Mehr Lebensqualität durch Akzeptanz

Posted on 9. Januar 2019 by Dany

Akzeptanz, ein recht kleines Wort und dennoch so schwer von Bedeutung. Eine echte Herausforderung. Meine Herausforderung im letzten Jahr:

Wenn Du etwas magst, genieße es.
Wenn Du etwas nicht magst, vermeide es.
Wenn Du etwas nicht magst und nicht vermeiden kannst, ändere es.
Wenn Du etwas nicht magst und nicht vermeiden und nicht ändern kannst, akzeptiere es und ändere Deine Sicht auf die Dinge.

Ich versuche schon seit einigen Jahren nach dem „Grundsatz“ der Akzeptanz zu leben und bisher, hat es mir immer sehr geholfen und gut getan. Mit Beginn der Schwangerschaft stand ich wieder ganz neu vor dieser Herausforderung. Akzeptieren, dass mein Körper sich verändert, auch wenn ich und andere es nicht gleich sehen konnten. Akzeptieren, dass ich nicht mehr alles schaffe. Das ich oft um Hilfe bitten muss. Das ich mich einmal umso mehr auf meinen Partner verlassen muss. Das es ok ist auch mal die Beine hoch zu legen und nichts zu tun. Das nicht jede Frau und nicht jeder Körper gleich ist. Akzeptieren, dass ich nicht versagt habe, nur weil andere Frauen in meiner Situation es geschafft haben. Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern konnte. Mich nicht dafür zu schämen oder mich selbst zu verurteilen. Niemand außer ich selbst hat mit dem Finger auf mich gezeigt und mich verurteilt. Erst jetzt, wo die Geburt kurz bevorsteht, habe ich es akzeptiert. Das mein Körper genau jetzt Ruhe braucht. Und siehe da, die Schmerzen sind so gut wie weg. Es geht mir gut. Es fließt wieder positive Energie. Und auch wenn ich mich danach sehne, meinen Körper wieder für mich zu haben und dafür dieses kleine Wunder in meinen Armen zu halten, bin ich nicht mehr sauer. Endlich habe ich es akzeptiert. Geduld war noch nie meine Stärke. Aber genau das verlangt die Kleine jetzt von mir. Eine Lektion? Ich weiß es nicht. Aber es ist ok. Lass dir Zeit, denn mir geht es gut.

Akzeptiere was du nicht ändern kannst!

Wie lang ich doch gebraucht habe, das zu erkennen und diesen Rat zu befolgen. Und selbst jetzt, dauert es manchmal eine ganze Weile etwas hinzunehmen und anzunehmen, dass man nicht ändern kann. Aber alles andere macht nur kaputt. Man dreht sich im Kreis und kommt im schlimmsten Fall nicht wieder raus. Deshalb sollten wir immer versuchen das Beste aus einer Situation zu machen, besonders dann, wenn wir sie nicht ändern können.

Das erste Beispiel was mir dazu einfällt ist STAU. Jeder hasst es und in den meisten Fällen haben wir es eh schon eilig. Wenn wir dann plötzlich im Stau stehen und nichts mehr voran geht. Fakt ist, in den meisten Fällen können wir in dem Moment nichts ändern. Man kann sich darüber ärgern. Im Auto auf dem Sitz rumzappeln, rumschreien usw. Die Situation ändert sich dadurch nicht. Es macht auch keinen Sinn sich darüber zu ärgern, dass wir zu spät los gefahren sind. Denn auch das ändert die Situation in dem Moment nicht. Wir können es nur beim nächsten Mal besser machen. Also – tief durchatmen und akzeptieren. Versuche die Situation hinzunehmen. Nutze die Zeit für etwas anderes. Schmeiß deine Lieblings-CD rein und gröle mit. Oder genieße die Ruhe vor dem Sturm (falls du auf dem Weg zu einem Meeting etc. bist). Geh in dich und nutze den Moment zum Nachdenken. Futter etwas. Beobachte andere Menschen oder die Geschehnisse um dich herum. Versuche den Moment zu deinen zu machen und ihn zu genießen, anstatt dich zu ärgern und du wirst sehen, die Zeit vergeht wie im Flug.

Was passiert, wenn wir nicht lernen zu akzeptieren?

Durch das ankämpfen etwas zu akzeptieren, verkrampfen und verspannen wir uns. Das wiederum erzeugt Schmerzen. Wir leiden. Zuerst die Seele und dann auch der Körper. Wir fügen uns selbst Schmerzen zu. Die ganze Energie fließt in den Widerstand.

Wenn wir lernen Dinge, die wir nicht ändern oder beeinflussen könne zu akzeptieren, ersparen wir uns Gefühle wie Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Denn genau solche Gefühle machen auf Dauer krank.

Tipps, wie du lernen kannst, Dinge anzunehmen, die du nicht ändern kannst

  • Versuche Situationen gelassener hinzunehmen. Denn egal was auch immer passiert, es geht immer weiter.
  • Verurteile dich nicht selbst! Denke daran, was du anderen Sagen würdest: „das wird wieder, du bist nicht allein, alles wird wieder gut, Kopf hoch…“
  • Du kannst nicht alles kontrollieren. Dinge passieren, Entscheidungen müssen jeden Tag getroffen werden und schließlich muss man damit leben. Mit mehr Gelassenheit wird es leichter!
  • Auch Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel. Denk immer an die Dinge, für die du dankbar bist!
  • Denke an das Sprichwort von Friedrich Oetinger:

“Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”Akzeptanz

Also, versuche es. Manchmal funktioniert es nicht gleich. Manchmal auch nicht von heut auf morgen. Aber es wird funktionieren, wenn du es zu lässt. Wenn du es wirklich willst. Als Lohn erhältst du mehr Lebensqualität. Mehr Zeit. Mehr glücklich sein. Mehr positive Energie. Mehr Gelassenheit. Mehr inneren Frieden. Und das Beste daran, es überträgt sich.

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