Merula- die Menstruationstasse im Test

Posted on 28. November 2019 by Dany

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In diesen Beitrag geht es um meine Erfahrungen mit der Menstruationstasse “Merula”, was das genau ist und welche Vorteile eine Menstruationstasse gegenüber Tampons hat. – Wer mit Begriffen wie: Menstruation, Regelblutung, Tampons, Muttermund usw. ein Problem hat, sollte hier lieber nicht weiterlesen!


Einmal im Monat

Einmal im Monat entflammt das Feuer der Veränderung in mir. Dann möchte ich am liebsten ein Haus bauen. Ich möchte unsere Wohnung verändern, etwas mit meinen Händen erschaffen. Meine Kreativität sprudelt über wie kochendes Wasser aus einem Topf. Ich spüre den Drang sofort los zu rennen ohne stehen zu bleiben oder zurück zu blicken. Ich möchte mir am liebsten die Haare radikal abschneiden lassen oder färben. Ich möchte meine komplette Garderobe verändern, die Wände streichen, bekleben und bemalen. Ich möchte backen und kochen. Etwas Neues erschaffen. Eine Reise machen. Spazieren gehen und im nächsten Moment auf einer Parkbank sitzen und lesen. Ich möchte jemanden eine Freude machen um mich mit ihm freuen zu können. Ich möchte Menschen mit meiner Motivation anstecken…
Plötzlich quillt Wut in mir auf. Nichts funktioniert wie es soll. Ich bin zu blöd und alle anderen erst recht. Ich wollte noch Staubsaugen und Fenster putzen, wieder nichts geschafft. Ich wollte etwas tolles machen, bin an der Umsetzung gescheitert. Was für ein scheiß Tag. Wer hat den denn bitte einen Führerschein gegeben, sind denn wirklich alle zu blöd zum Auto fahren. Und warum müssen Menschen immer drängeln. Warum zur Hölle müssen Menschen immer schubsen und warum in aller Welt kann mich keiner mit dem Kinderwagen mal durch lassen. Lasst mich doch alle einfach nur in Ruhe. Dieses nervige quietschen der Tür. Und Himmel, wie seh ich eigentlich aus? Und was machen die ganzen Sachen hier, was ist so schwer daran sie in den Wäschekorb zu packen. Dieser verk**** Wind, wozu hab ich mir die Haare gemacht? Und warum gucken denn alle heute so doof? Und die da, die hat bestimmt ein viel besseres Leben als ich. Ach hätte ich doch nur…
…Oh schau mal wie süß. Ich liebe dich und dich und dich hab ich soooo lieb. Ich könnte die ganze Welt umarmen. Und die Sonne lacht. Die Wolken, so schöne Wolken und die Natur. Durchatmen und genießen. So ein schöner Tag. Für dich eine Nachricht und oh, bei dir hab ich mich auch lang nicht gemeldet. Hach das Leben ist schön….
DAS WAR EIN KLEINER EINBLICK IN DIE HORMONSCHWANKUNGEN WENN ES MAL WIEDER HEIßT Erdbeerwoche 🤯🥰🍓

Aber wenigstens habe ich für das eigentliche “Chaos” einen kleinen Helfer, der mir diese Zeit sehr erleichtert. Ich fühle mich freier, habe weniger Schmerzen und muss nicht ständig darauf achten eine Toilette während dieser Zeit in der Nähe zu haben. Die Rede ist von meiner Menstruationstasse. Ich habe mich dabei für die Merula entschieden. Mir hat die Form gefallen und nebenbei gibt es da noch tolle Farben und ein süßes Beutelchen zum Aufbewahren. Der Merula wurde nachgesagt, dass sie zu ziemlich jeder Frau passt. Das hat mich neugierig gemacht.

Was ist eine Merula Menstruationstasse?

Die Merula ist wie viele andere Menstruationstassen ein kleiner Behälter, der in der Regel aus medizinischen Silikon besteht. Dieser wird zusammengefaltet und dann in die Scheide eingeführt. Beim Entfalten des Cups (der Tasse) entsteht ein leichtes Vakuum, die Menstruationstasse saugt sich an der Scheidenwand fest – der Muttermund muss natürlich innerhalb der Tasse sein, damit das Blut von dieser aufgefangen werden kann. Die Tassen können bis zu zwölf Stunden im Körper verbleiben. Weitere Infos zur Anwendung gibt es direkt HIER bei Merula. Einige Hersteller sagen, dass eine Menstruationstasse bis zu zehn Jahren verwendet werden kann.

Meine Erfahrung

Als ich mir die Merula gekauft habe, lag sie erstmal einige Monate im Schrank. Ich hab mich einfach nicht getraut und dachte, was wenn sie nicht richtig sitzt, oder wenn ich mich bewege und sie verrutscht und was ist wenn ich mal in der Öffentlichkeit wechseln muss usw. Ich habe also wie immer erstmal an alles gedacht, was passieren könnte, anstatt es erstmal auszuprobieren. Es gibt eine Facebookgruppe für die Merula, dort habe ich mich erstmal belesen und es hat mir meine Ängste genommen. Da wurden Dinge gefragt, an die ich nicht mal gedacht hätte. Und somit hatte ich auch gleich Erfahrungen und Lösungen von anderen Frauen. Also habe ich mich getraut.
Am Anfang hat es sich ein wenig komisch angefühlt. Es ist ein kleiner Unterdruck entstanden, den habe ich gespürt und dachte die ganze Zeit “hoffentlich sitzt sie noch richtig”. Aber, nichts ist ausgelaufen oder verrutscht. Nach dem ersten Entleeren habe ich sie allerdings nicht wieder über meinen Muttermund positionieren können. Sie wollte einfach nicht so richtig und ich war unsicher und dann schnell genervt. Also habe ich im erstmal wieder zu Tampons gegriffen. Aber Aufgeben kam nicht in Frage, denn mittlerweile musste ich am zweiten Tag meiner Menstru einen super Plus Tampon aller zwei Stunden wechseln, weil es so stark war. Das heißt, wenn ich irgendwo hin musste hatte ich dieses Zeitfenster um entweder nach zwei Stunden wieder zu Hause zu sein, eine Toilette in der Nähe zu haben oder doch nicht zu gehen.
Der nächste Zyklus kam und ich gab der Merula noch eine Chance. Nun hatte ich für mich schon einen Weg gefunden, wie sie am besten aufploppt und gut positioniert ist. Und siehe da, ich würde nicht enttäuscht. Ich musste sie nur einmal aller 6 Stunden leeren und über Nacht sogar erst nach fast 10 Stunden. Auch am Tag hätte ich sie noch länger drin lassen können, aber ich musste erst ein Gefühl dafür bekommen wann sie ungefähr wie voll ist. Auch das Entleeren und Ausspülen war dann nicht so eklig wie ich erst dachte. Immerhin ist es mein eigenes Blut aus meinem Körper.
Mittlerweile nutze ich die Menstruationstasse seit 5 Zyklen und möchte nicht mehr ohne meine Merula. Selbst an “schlimmen” Tagen muss ich höchstens zwei Mal am Tag entleeren. Für mich bedeutete das weniger Stress, mehr Freiraum und ich habe dadurch meinen Körper bzw meinen Zyklus besser kennengelernt.

 

Vorteile einer Menstruationstasse

  • Die richtige Menstruationstasse kann viele Stunden ohne Ausleeren getragen werden und ist daher sehr komfortabel.
  • Die Oberfläche der Tasse lässt sich gut reinigen, das Material kann durch Auskochen desinfiziert werden. Sie ist dadurch sehr hygienisch.
  • Anders als bei Tampons ist auch bei schwacher Blutung oder an den letzten Tagen der Regel ein angenehmeres Einführen möglich, da die Scheidenwände nicht ausgetrocknet werden.
  • Es entstehen keine Gerüche, da ein luftdichter Abschluss nach außen gebildet wird.
  • Beim Cup hängt kein Bändchen aus der Scheide, das vollgepinkelt wird oder im Schwimmbad aus dem Höschen schauen könnte. Zumal ich mit Tampons nie baden konnte, da sie sich immer vollgesaut haben.
  • Einige Frauen, die über krampfartige Unterleibsschmerzen während der Menstruation klagten, haben nach dem Wechsel zur Menstruationstasse weniger starke oder gar keine Regelschmerzen mehr. Ich habe auch weniger Schmerzen, bzw keinen Druck mehr.
  • Der Cup hinterlässt keine Stofffasern und andere Rückstände von eventuell mit Pflanzenschutzmitteln behandelter Baumwolle im Körper.
  • Unterwegs musst du außer deinem Cup keine weiteren Monatshygieneprodukte zum Wechseln mitnehmen. Nur wenn kein fließendes Wasser zur Verfügung steht, ist es praktisch, zum Abspülen des Cups eine Wasserflasche dabei zu haben.
  • Eine Menstruationstasse ist im Vergleich zu Binden und Tampons auf Dauer viel preisgünstiger. Ein Cup kostet zwischen 15 und 30 Euro und ist etwa zehn Jahre lang verwendbar. Zudem ist es Umweltfreundlicher.

Es hat sich also wieder einmal gezeigt, dass es gut ist auch mal neue Dinge auszuprobieren. Raus aus der Komfortzone. Aber das ist ein anderes Thema…

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