Traumwohnung gefunden

Posted on 24. Juni 2017 by Dany

PUFF – die Seifenblase ist geplatzt. Und mit ihr auch alles Positive was sich die letzten Tage angesammelt, ausgebreitet und mich glücklich gemacht hat.

Liebe Familie … ,
es tut mir so leid, aber der Eigentümer hat sich für andere Interessenten entschieden. Leider war auch ihr Hund für ihn ein Problem.

Ich denke, dass genau das der Grund ist, warum so viele Menschen ihre Tiere in ein Heim bringen oder davor stehen lassen. Hannibal ist nun fast 10 Jahre alt. Seit dem er ein winziges Würstchen war ist er bei uns und hat so einiges mit gemacht. Ich denke mir oft, dass er es woanders vielleicht besser hätte. Aber wir sind eine kleine Familie und da hält man zusammen. Wir haben immer das Beste draus gemacht. Und uns immer bemüht, dass es ihm an nichts fehlt. Und nun soll er der Grund sein?

Es ist nicht fair. Genau wie in der Arbeitswelt. Am besten 25 Jahre alt, aber mit 30 Jahren Berufserfahrung, keine Kinder. Genauso ist es nun auch bei der Wohnungssuche. Die Mieten werden immer teurer und sobald man ein paar Wünsche wie einen Balkon oder Bad mit Wanne hat, ist es schon ein Unding.

Ich danke allen, die Daumen gedrückt und an uns gedacht haben. Das hat mir Hoffnung gegeben und mich Optimistisch gestimmt. Aber am Ende war es klar. Wir haben Bilder vom Hund mitgeschickt – leider hat auch das nichts gebracht. Katzen scheinen ok zu sein, denn es hat auch jetzt eine da gelebt. Es ist einfach nur so unfair, dass man keine Chance bekommt. Der Eigentümer kennt uns nicht im geringsten. Und wir, wir haben uns nackt gemacht, alles offenbart was er wissen wollte. Doch wer wir wirklich sind, das will keiner wissen.

Das macht keinen Spaß, wenn man keine Chance bekommt. Dabei wollen wir doch nur eine kleine Familie gründen. Nun können wir nur hoffen irgendwann noch einmal so ein Angebot zu finden. Ich bin es leid komische Wohnungen anzuschauen, die ja doch nicht das haben was wir uns wünschen. Also werden wir warten und Ausschau halten. Das prägt. Und es macht mich unendlich traurig.

Ich bekomme es nicht in meinen Kopf rein, dass dieses kleine Fellknäul der Grund sein soll. Er beschützt mich, er legt sich zu mir wenn es mir nicht gut geht, spendet Trost. Er bringt uns immer wieder zum Lachen mit seiner trotteligen Art. Er hat das niedliche Kucken geradezu perfektioniert.

Ich versuche mich die ganze Zeit in so einen Menschen rein zu versetzten. Wie würde ich entscheiden, wenn mir eine Wohnung gehören würde? Natürlich würde es eine Rolle spielen, ob diejenigen ein sicheres Einkommen haben, sodass ich meine Miete immer bekomme. Und es müssen auch nicht gerade 10 Katzen oder 5 Hunde sein. Aber wenn jemand ein Tier schon so lang hat, zeigt mir das doch auch, dass derjenige Verantwortung übernehmen kann.

Egal, nun ist es entschieden und wir können nichts machen. Alle Mühe war umsonst. Ich denke wir hatten von Anfang an keine Chance. Ich wette als der Eigentümer auf dem Zettel Hund gelesen hat waren wir schon raus.

Jetzt heißt es Gedanken neu ordnen und erstmal wieder Alltag.

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