Unsere Flitterwoche #1

Posted on 2. Dezember 2016 by Dany

Eigentlich heißt es ja Flitterwochen, aber bei uns war es bewusst nur eine. Nach unserer Hochzeit hatten wir noch anderthalb Wochen Urlaub. Die letzten drei Tage davon wollten wir nutzen um zuhause wieder richtig anzukommen und einige Behördengänge zu machen. Somit hatten wir 7 Tage Zeit zum Erleben, Erholen und Austoben.

Wir haben lang überlegt was wir machen wollen, schließlich sollte es etwas sein, dass uns beiden Spaß macht. Wir dachten über einen Wellnessurlaub nach, aber da wären zwei Tage auch genug. Eine Reise ins Ausland, zu weit und zu teuer. Es sollte also Deutschland bleiben. Aber wohin, einfach sinnlos durch die Gegend fahren wollten wir auch nicht. Dann habe ich überlegt was ich schon lang mal wieder machen, bzw. wollte. Ich wollte unbedingt mal wieder in einen Freizeitpark. Die Idee gefiel meinem Mann und auch er hatte ein paar Wünsche. Zum Schluss hatten wir einen groben Plan erstellt welche Route es werden würde.

Dann die nächste Hürde, wo schlafen wir? Hotels sind viel zu teuer und ich war zugegeben zu geizig dafür. Wir überlegten ob es nicht möglich wäre im Auto zu schlafen, groß genug müsste es schließlich sein. Und tatsächlich, nachdem wir uns eine Matratze gekauft und diese etwas zugeschnitten hatte, passte sie perfekt hinten ins Auto rein. Damit war es beschlossen, ein Road Trip mit Übernachtung im Auto.

Der erste Tag – Unser erstes Ziel

Bevor es losgehen sollte zur großen Fahrt, haben wir noch meinen Ausweis neu beantragt. Der Rest konnte warten bis wir wieder da waren.

Dann ging es los, mit einer Matratze, Bettzeug, Einer Reisetasche für uns beide und einigen Kleinkram den man eben so benötigt, wie eine Steckdose fürs Auto. Unser erstes Ziel lag im 139 km entfernte Plohn bei Lengenfeld. Als Kind war ich das letzte Mal dort, damals war es der Märchenpark Plohn. Heute nennt er sich ganz unspektakulär Freizeitpark Plohn.

Schon der Eingang war völlig anders als ich Ihn von damals kannte. Aber als wir die ersten Schritte gegangen waren sah es noch genauso aus wie ich es aus meiner Erinnerung kannte, links war ein Gehege mit Ziegen und neben dem Kassenhäuschen ein sprechender Baum der sich bewegte. Und er sagte noch genau das gleiche wie damals. Als erstes wollte ich natürlich zur Wildwasserbahn um zu sehen ob sich etwas verändert hat. Das witzige ist, dass einen als Kind immer alles viel größer vorkommt. An der Wildwasserbahn hatte sich nicht viel geändert, aber drum herum schon. Die Fahrt machte noch genauso viel Spaß wie damals, wenn nicht sogar mehr. Danach konnte man durch die alte Mühle laufen, ein kleines Geisterhaus. Klein aber fein, wir hatten sehr viel Spaß. Als nächstes wollten wir mit der neuen Holzachterbahn fahren, leider fanden wir den Eingang nicht. Also gingen wir erstmal weiter. Dort fiel uns dann auch auf das ein Parkplan ganz praktisch gewesen wäre. Weiter ging es zu einer Floßfahrt durch die Uhrzeit. Dort war leider tatsächlich alles noch wie früher, überall Spinnenweben und die meisten Sachen funktionierten nicht mehr. Der Vulkan spuckte kein Wasser mehr, einige Dinos bewegten sich kaum noch. Sehr schade. Die nächste Attraktion die wir testen wollten war „Fluch des Teutates“ eine weitere Wildwasserbahn die allerdings neu war. Dort gab es runde Boote in die man sich setzten konnte, da jeweils zwei Plätze nebeneinander waren wollte ich das mein Mann neben mir sitzt. Uns gegenüber setzte sich eine Mutter mit ihrem Sohn, allerdings ließen sie ein paar Plätze frei zwischen sich. Durch die erste Kurve die das Boot nahm fingen wir an uns zu drehen, da wir das ganze Gewicht auf unserer Seite hatten drehte sich das Boot immer schneller. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Die Frau allerdings wurde immer blasser im Gesicht und meinte irgendwann, „so schnell hat sich das vorhin aber nicht gedreht“. Als nächstes nahmen wir Platz in einer Miniachterbahn. Aber wie man ja weiß, haben die es meistens besonders in sich. Irgendwann in der allerletzten Ecke haben wir dann auch den Eingang zu der großen Holzachterbahn „el Toro“ gefunden. Anstehen mussten wir nicht lang und die Fahrt war einfach genial.

An sich wurde der Park nur erweitert, alles was damals war ist geblieben und wurde aber leider auch nicht erneuert. Die alten Schaukästen die verschiedene Märchen darstellen funktionieren teilweise nicht mehr. Aber alles in allem war es ein lustiger Tag und auch ein kleiner Ausflug zurück in die Kindheit. Und für den ersten Tag nicht übel.

Da wir noch ein ganzes Stückchen zu fahren hatten, machten wir uns auf den Weg. Unterwegs fanden wir eine Kaufhalle in der wir uns erstmal mit Futter eindeckten. Es war schön wieder zu erleben wie herzlich die Erzgebirgler sind.

Das nächste Stück unserer Fahrt dauerte dreieinhalb Stunden und führte 370 km weg Richtung Stuttgart.

Dort endlich angekommen war es natürlich schon dunkel. Unser zweites Ziel sollte das Auto & Technik Museum in Sinsheim sein. Wir wollten dort in der Nähe im Auto übernachten, damit es am nächsten Tag nicht mehr so weit war. Als erstes hielten wir an einem Autohof. Alles war voll mit LKW´s. Für Autos gab es nur ganz vorn vor dem Club einen Platz und dieser hatte auch noch 24 Stunden geöffnet. Nein, hier würden wir kein Auge zubekommen. Also suchten wir einen anderen Platz. Nach ein paar Kilometern fanden wir einen Rasthof. Aber auch hier war bereits alles mit LKW´s voll. Irgendwann fanden wir vor einem Lastkraftwagen noch ein Plätzchen. Besser als zwischen zweien zu stehen. Also parkten wir da. Wir verlagerten das ganze Gepäck nach vorn und klappten die Matratze um. Zum Schluss sah es tatsächlich aus wie in einem Schlafzimmer.

Die erste Nacht im Auto

Schon jetzt wäre ich froh gewesen wenn wir doch irgendwie Vorhänge angebracht hätten. Die getönten Scheiben dunkelten zwar etwas ab, aber erstens scheinte das Licht der Laterne rein und zweitens fühlte ich mich beobachtet. Ich drehte mich um kuschelte mich an meinen Mann und schlief irgendwann ein.

Nach gefühlten 10 Minuten Schlaf hörte ich ein klacken und wachte auf. Es war zwei Uhr nachts. Das Geräusch klang als hätte jemand versucht unsere Tür zu öffnen. Als ich meinen Kopf hob um aus dem Fenster zu schauen lief es mir kalt den Rücken runter. Genau unter der Laterne stand ein Mann, komplett in schwarz gekleidet, lang und schlank. Er blickte zu mir. Ruckartig senkte ich denk Kopf wieder. Ich schubste meinen schnarchenden Gatten. Nichts, er schlief wie ein Stein. Ich starrte raus zum LKW. Der Mann stieg ein. Im Fahrerhaus ging das Licht an. Und wieder hatte ich das Gefühl, das er mich anstarrte. Richtig erkennen konnte ich es nicht, weil ich meine Kontaktlinsen nicht drin hatte. Alle Versuche weiter zu schlafen schlugen fehl. Erst als der Mann endlich weg fuhr konnte ich wieder schlafen.

Süßkram geht immer

Schlafzimmer im Auto

kleines Wohnmobil

to be Continued…

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