Wochenrückblick // Wir sind mitten drin

Posted on 22. März 2020 by Dany

Nach einem Videochat mit den Eltern bzw. Großeltern sind wir alle froh für diese Möglichkeit. So sieht man sich außer Bildern und Videos doch mal live. Es ist ein merkwürdiges Gefühl. Alle wohnen um die Ecke, aber im Moment fühlt es sich an, als wären sie ganz weit weg. Die Straßen sind wie leer gefegt, was zwar irgendwie gruselig ist, aber es zeigt auch, dass alle vernünftig sind und zuhause bleiben. Wir müssen nun alle an einem Strang ziehen.

Während am Montag die Welt noch halbwegs normal schien, zumindest unser Alltag, wussten wir am Dienstag schon, dass dieser wohl demnächst nicht mehr so sein würde wie bisher. Ab Mitte der Woche war die Routine die wir uns in den letzten Wochen aufgebaut haben dahin. Umdenken. Neu orientieren. Und plötzlich war alles so nah und viel realer. Es war und ist eben nicht nur ein Film, der im Fernsehen läuft. Und auch wenn es uns selbst gut geht, müssen wir dazu beitragen es nicht zu verbreiten. Kein Überträger zu sein.

Als die ersten Kitas ihre Türen geschlossen haben, dachten wir noch, wir können die Kleine zu den Schwiegereltern geben. Den Gedanken haben wir recht schnell begraben. Viel zu hoch ist die Gefahr es weiterzutragen, auch wenn man selbst vielleicht gar nichts merkt aber bereits erkrankt ist. Zu meinem Glück kann ich im Homeoffice arbeiten, dachte ich die ganze Zeit und war sehr froh darüber. Bereits am ersten Tag habe ich gemerkt, dass es nicht funktioniert. Die Kleine ist einfach noch nicht so weit sich längere Zeit allein zu beschäftigen und selbst wenn, sollte man doch besser immer ein Auge auf sie haben. Besonders wenn es still ist. Kleine Dinge versuche ich nun also zwischendrin zu machen. Für alles andere muss ich die Abendstunden nutzen, wenn der Wurm im Bett ist. Ich kann von Glück reden ein so tolles Team zu haben, die mir den Rücken frei halten und verständnisvoll sind. Denn besonders jetzt muss ich auf meinen Körper hören. Mir eine Auszeit nehmen wenn es zu viel ist. Auch mein Mann muss seinen Job weiter nachgehen. Durch die Schichten können wir uns zum Glück ganz gut ergänzen und auch er hält mir den Rücken frei so gut er kann.

Ich selbst denke, das wir alle aus dieser Zeit etwas lernen können. Und sollten. Jeder für sich. Und am Ende doch alle zusammen.

Wir schaffen das. Und dann hat diese Ausnahmesituation bald ein Ende. Bleibt alle gesund und bleibt zuhause. Umso schneller haben wir es hinter uns.

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